Net News Express

 
       
1490760967    
 Aktuell: letzte 10 Meldungen
  
28.03.2017 21:08:45 [QPress]
Super-Schulz gib Deutschland Sinn des Lebens zurück
Martin Schulz ist ein großer kleiner Mann. Bisher haben die wenigsten seine Heiligkeit erkennen können. Noch viel weniger wissen gerade die Deutschen, dass ausgerechnet er ihnen im Jahre 2014 den Sinn des Lebens zurückgegeben hat. Dem eiligen St. Martin kann gar nicht genug gedankt werden, dass nach Jahrzehnten der Irrungen und Währungen, das neue Deutschland nebst der Deutschen in vierter Generation nach dem Holocaust, endlich den Sinn des Lebens wiedererlangt hat.

28.03.2017 21:01:01 [German Foreign Policy]
Kampf um die Randmeere: NATO-Russland-Rivalität in Ostsee und Schwarzem Meer
Deutsche Militärstrategen diagnostizieren eine wachsende Bedeutung der Ostsee und des Schwarzen Meers für den Machtkampf des Westens gegen Moskau. Die beiden "Randmeere" seien für Russland ungemein wichtig, heißt es in einer aktuellen Analyse, die in der Fachzeitschrift "MarineForum" publiziert worden ist. Sei die Ostsee für den russischen Seehandel als "Tor in den Atlantik" unverzichtbar, so sei das Schwarze Meer für die russische Marine ein strategisch zentrales "Sprungbrett ins Mittelmeer", das Einflussmaßnahmen in Nah- und Mittelost bis in den Indischen Ozean ermögliche. Während die NATO die Zugänge zu den beiden "Randmeeren" kontrolliert, sucht Moskau seine strategischen Positionen dort zu konsolidieren und stärker aus dem Schwarzen Meer ins Mittelmeer auszugreifen. Die NATO bemühe sich um Gegenmaßnahmen, um Russland wieder weiter zurückzudrängen, heißt es im MarineForum. Auch die Bundesrepublik baut hre Aktivitäten aus, tritt verstärkt im und am Schwarzen Meer auf - und lädt Marinen aus Ländern, mit denen sie kooperiert, zu gemeinsamen Manövern in die Ostsee ein.

  
28.03.2017 20:57:59 [Helmut Muellers Klartext]
Dirk Müller hat die Schnauze voll. Nicht nur er.
Gibt es heute noch einen normal empfindenden und bestens informierten Menschen, dem nicht schon beim bloßen Gedanken an die Zustände in Staat und Gesellschaft und in der Welt überhaupt, an die dreisten Lügen und Betrügereien und die in sämtlichen Bereichen verursachten brandgefährlichen Verwerfungen die Galle hochkäme? Den einen oder anderen fällt es gewiss bereits schwer, nicht die Hoffnung aufzugeben, dass bei den dafür Verantwortlichen, gerade trafen sie sich bei Champagner und Kaviar in Rom, Weisheit und wahre Kultur noch obsiegen. Dirk Müller, Börsenmakler, gehört zu jenen, die des Unzumutbaren wegen gehörig empört sind. Es reicht ihm, ja, er hat regelrecht die Schnauze voll, aber er gibt deshalb noch nicht auf, hoffentlich.

  
28.03.2017 20:56:14 [Liberale Warte]
Das unwürdige Spiel der Gesinnungsdemokratie
Es ist eine altbewährte demokratische Tradition, dass das älteste Mitglied die konstituierende Sitzung eines Parlaments leitet, bis die Abgeordneten einen Parlamentspräsidenten gewählt haben. Nie stand dieses Kriterium zur Debatte. Nicht einmal, als die umgetaufte SED nur wenige Jahre nach dem Ende der kommunistischen Terrorherrschaft in zwei aufeinanderfolgenden Wahlperioden den sogenannten Alterspräsidenten des Deutschen Bundestages stellte. Nun will Bundestagpräsident Norbert Lammert die Geschäftsordnung ändern lassen: Nicht mehr der an Jahren älteste, sondern der am längsten im Bundestag sitzende Parlamentarier soll die erste Sitzung eröffnen und bis zur Wahl des Präsidenten leiten. Der Vorstoß geht zulasten der AfD, die gleich zwei aussichtsreiche Kandidaten stellt, deren Lebensalter sie für den Alterspräsidenten qualifiziert. Wenig kann Lammert ins Feld führen, um seine „Lex AfD“ zu maskieren.

  
28.03.2017 20:53:48 [Spiegel Online]
Zum Tod von Christine Kaufmann
Kinderstar der Nachkriegszeit, Schauspielerin in Hollywood, Talkshow-Rednerin: Egal, was Christine Kaufmann machte, sie entfaltete eine magische Anziehungskraft. Ein Nachruf: Diese Frau hat auf sympathische, sehr erfrischende Art einen an der Waffel - das war der Eindruck, den man von Christine Kaufmann haben konnte, wenn man sie vor allem durch ihre vielen Talkshow-Auftritte kannte. Ihr Augenaufschlag, ihr glasklarer Blick und das heitere Lächeln, mit denen sie in den vergangenen 25 Jahren ihre Ausführungen über Sex und Liebe, ihren Plan für das Leben nach dem Tod und ihre Ansichten zu gefühlt mindestens 300 anderen Themen verkündete, machten sie zu einer dauerstrahlenden und ein bisschen außerirdischen Erscheinung im deutschen Fernsehen.

  
28.03.2017 20:51:49 [Süddeutsche Zeitung]
Koalition will Regeln für Alterspräsidenten im Bundestag ändern
Der Alterspräsident, der die erste Bundestagssitzung nach der Wahl leitet, soll künftig nach parlamentarischen Dienstjahren bestimmt werden und nicht mehr nach Lebensjahren. Nach der alten Regelung könnte die AfD - sollte sie in den Bundestag einziehen - den Alterspräsidenten stellen. Nach der neuen Regelung wäre es wohl Wolfgang Schäuble. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Gauland spricht von "Tricksereien".

28.03.2017 20:48:48 [Die Freiheitsliebe]
Portugal zeigt Alternativen zur Austeritätspolitik
Portugal, Italien, Griechenlands und Spanien das waren die südeuropäischen Länder, die in den vergangenen Jahren im Fokus der europäischen Aufmerksamkeit standen, wenn es um sogenannte „Sparprogramme“ und Austerität ging. Während Griechenland aktuell wieder in den Medien ist, weil die Schulden weiter steigen, und Spanien von sich Reden machte, weil es keine Regierung bilden konnte, ist Portugal aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden, dabei wäre ein Blick auf die Erfolge der portugiesischen Regierung spannend, für alle, die immernoch am Dogma des Sozialabbaus als Mittel zum Wachstum festhalten.

28.03.2017 20:47:30 [Tichys Einblick]
Ein Jäger als Gejagter
Man will sich mit Anis Amri, der mit 14 oder mehr Identitäten in Deutschland unterwegs war, eigentlich wirklich nicht mehr beschäftigen. Sozialbetrug und andere Straftaten hatten den Tunesier früh den Behörden bekannt gemacht. Die für ihn zuständige Ausländerbehörde in Kleve wollte den außergewöhnlich Auffälligen schon im Jahre 2016 per Ministerentscheid außer Landes bringen lassen. Die Entgegnung vom NRW-Innenministerium: „Abgelehnt“. Seit Februar 2016 wurde Amri zudem vom LKA in Düsseldorf als islamistischer Gefährder eingestuft. Konsequenzen? Keine. 12 Tote später. Ralf Jäger, der NRW-Innenminister, der durch ein beherztes Eingreifen das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt von Berlin hätte verhindern können, rechtfertigte sich so: „Wir können in einem Rechtsstaat Gefährder nicht einfach vorsorglich wegsperren.“

  
28.03.2017 20:45:45 [Pester Lloyd]
Orbán, der innere Feind Europas
Nur wenn jede Nation sich selbst um seine Sicherheit und seinen Wohlstand kümmert, kann Europa funktionieren. Das ist die paradoxe Konklusion des ungarischen Premiers Orbán, die er beim 60. Jubiläum der Römischen Verträge ausstieß, obwohl er die gemeinsame Erklärung "gut für Ungarn" findet. Dass die EU bis heute keine wirksamen Mittel gegen ihre inneren Feinde und Rosinenpicker anwendet, ist eigentlich ihre größte Schwäche. "Keine Feiererklärung wird irgendetwas ändern. Wir können nur stolz auf Europa sein, wenn wir auf unsere eigenen Länder stolz sind", erklärte der Premier, der erst noch vor wenigen Tagen rief, dass man "Brüssel stoppen" müsse und es "keine Europäer, nur europäische Nationen" gebe.

28.03.2017 20:44:13 [Telepolis]
USA: Will Trump über Parteigrenzen hinweg regieren?
Stabschef Reince Preibus kündigt an, dass die Republikaner künftig den eigenen Freedom Caucus außen vor lassen und sich stattdessen bei den Demokraten Mehrheiten suchen könnten - Repräsentantenhaussprecher Ryan wackelt. Am Freitag sagte der republikanische Repräsentantenhaussprecher Paul Ryan eine bereits am Tag zuvor verschobene Abstimmung über den von ihm ausgehandelten American Health Care Act (AHCA) ab, der das Obamacare-Krankenversicherungssystem ersetzen sollte. Der Grund dafür war, dass deutlich mehr als 21 Republikaner vorher angekündigt hatten, gegen den Entwurf zu stimmen, weshalb er keine Chance auf eine Mehrheit hatte.
 Featured Multimedia
Germanwings-Crash 2015 - neue Erkenntnisse und Thesen

Sehen Sie hier den Stream zur Pressekonferenz in ungekürzter Länge.


Nachrichten der letzten 24 Stunden
 Topthemen (5)
  
28.03.2017 18:34:58 [Ossietzky]
Mit CETA in Richtung Ultraliberalismus
Mahner und Warner gab es genug. Sie brachten CETA zum Straucheln. Am Ende aber ignorierte die Mehrzahl der Politiker den vielstimmigen Protest der EU-Bürger. Doch noch gibt es Chancen, das Abkommen zu Fall zu bringen. Am 17. September 2016 gingen in sieben deutschen Großstädten mehr als 300.000 Menschen aus Protest gegen das umstrittene Handelsabkommen der EU mit Kanada (CETA) auf die Straße. Es war die größte Demonstration seit vielen Jahren, sie war sogar noch größer als ein Jahr zuvor die zentrale Berliner Demonstration gegen das TTIP-Abkommen mit 250.000 Teilnehmern. Den Hauptadressaten des Protestes, die SPD, haben die Proteste, jedenfalls bei CETA, kaum aus der Ruhe gebracht. Als jetzt, am 15. Februar, das EU-Parlament endgültig den Weg für CETA hätte sperren können, stimmten 16 der SPD-Abgeordneten für das Abkommen und nur fünf dagegen.

  
28.03.2017 18:27:18 [Antikrieg]
USA wollen Krieg gegen den hungernden Jemen eskalieren
Das Bild zeigt die Demonstration gestern in Sanaa, Jemen, wo bis zu einer Million Menschen den Krieg verurteilten, den Saudiarabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten von Amerika seit zwei Jahren gegen sie führen. Weder die New York Times noch die Washington Post berichteten über diese gewaltige Protestdemonstration einer Million Menschen. Beide berichteten allerdings groß über eine Demonstration von 8.000 Menschen in Moskau, die angeführt wurde vom ultranationalistischen antisemitischen rassistischen Alexey Navalny.

  
28.03.2017 15:50:56 [Netzpolitik]
Große Koalition will neues Datenschutzgesetz diese Woche verabschieden
Auch wenn die Große Koalition kurzfristig etwas nachbessert: Die gestrige Bundestagsanhörung zur eiligen Datenschutzreform hat so viel Kritik zusammengebracht, dass sie bis Donnerstag unmöglich aufgenommen werden kann. Wenn das Parlament sich selbst ernst nimmt, darf es das Gesetz so nicht verabschieden. Die Sitzung des Innenausschusses begann mit einem Knall. Nicht nur der Änderungsantrag wurde von den Abgeordneten der Großen Koalition erst kurz zuvor verteilt: Die Information, dass sie das umstrittene Gesetz bereits am Donnerstag beschließen wollen, stieß auf scharfe Kritik der Opposition. Dies verstoße gegen die interfraktionelle Absprache, das Gesetz nicht in dieser sondern erst in der nächsten Sitzungswoche Ende April abschließend zu behandeln, monierte Petra Pau von der Linkspartei.

  
28.03.2017 09:05:34 [Novo Argumente]
Marionettenvereine gegen Alkohol
Hinter Forderungen nach Regulierung wie etwa Alkoholwerbeverboten stehen zumeist staatliche finanzierte Organisationen, deren Lobbying gezielt gesteuert wird. Die Verein Alcohol Focus Scotland hat kürzlich von der schottischen Regierung ein Werbeverbot für Alkohol im öffentlichen Raum und im Fernsehen vor 23 Uhr gefordert. Auch in allen Tageszeitungen und Zeitschriften soll das Werbeverbot gelten – außer solchen „für Erwachsene". Außerdem soll Sport- und Kultursponsoring durch Alkoholhersteller komplett untersagt sein. Was immer nach dieser Säuberungsaktion an Alkoholwerbung verbliebe, dürfe sich, so die Organisation, ausschließlich auf reine Fakten wie etwa Zusammensetzung, Ursprung und Herstellung der Produkte beschränken.

  
28.03.2017 06:54:22 [Aktuelle Sozialpolitik]
Das moderne Prekariat sitzt nicht (nur) in sozialen Brennpunkten
Überall Billig-Modelle. Ein Wesensmerkmal unserer Zeit. Hier ein Schnäppchen, da ein Sonderangebot. Und das muss Konsequenzen haben, vor allem für diejenigen, die das Billige an den Mann und die Frau bringen müssen. In Deutschland ist man da wie bei so vielen anderen Sachen sehr konsequent und perfektioniert die Dauerniedrigpreis-Schiene mit allen betriebswirtschaftlichen Finessen. Als Ergebnis muss man dann beispielsweise zur Kenntnis nehmen, dass die deutsche Fleischindustrie mit den Billig-Schlachthöfen Europas arbeiten kann, die unsere Nachbarländer, wo noch halbwegs ordentliche Beschäftigungsverhältnisse ermöglicht werden, in den Wahnsinn, zumindest in die betriebswirtschaftliche Enge treiben. Oder nehmen wir als weiteres Beispiel den Flugverkehr. Billig-Airlines breiten sich aus wie Fußpilz.
 Aktuelle Themen (7)
28.03.2017 20:22:30 [WSWS]
EU-Gipfel in Rom von Streit und Kriegsdrohungen überschattet
Am 25. März versammelten sich die Staatschefs der Europäischen Union (EU) in Rom, um den 60. Jahrestag der Verträge von Rom zu begehen. Trotz Großbritanniens Entscheidung vom letzten Juni, die EU zu verlassen, wurde alles getan, um die ungebrochene Einheit Europas zu betonen. Dessen ungeachtet bot der Gipfel ein Bild der zunehmenden Konflikte und Klassenspannungen, die die EU zerrreißen. In der Tat könnte der 60. Jahrestag der Römischen Verträge auch der letzte gewesen sein. Schon im Mai könnte die Wahl einer neo-faschistischen Präsidentin in Frankreich dazu führen, dass das Land die EU und den Euro-Raum verlässt. So warnten denn auch Vertreter aller Parteien vor der wachsenden Kriegsgefahr und dem Auseinanderbrechen Europas, aber keiner konnte ein klares Konzept vorlegen, wie der Sturz in den Abgrund zu verhindern sei.

  
28.03.2017 18:41:19 [Neues Deutschland]
Ausländermaut »irrsinniger Aufwand an Bürokratie«
Auf die SPD-Fraktion im Bundestag ist verlass. Selbst »unter großen Bauchschmerzen« (SPD-Fraktionsvize Sören Bartol) stimmte der Großteil der Sozialdemokraten am Freitag den überarbeiteten Gesetzen zur PkW-Maut zu. Koalitionsvertrag ist schließlich Koalitionsvertrag: »Wir stehen zu unserem Wort«, so Bartol. Die nicht in der Pflicht stehende Opposition hingegen fand klare Worte zu dem Vorhaben. LINKE-Verkehrsexperte Herbert Behrens verlangte, die Ausländermaut sofort »zu versenken«, die auch einen »irrsinnigen Aufwand« an Bürokratie bedeute. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warnte, die Maut sei ein »europafeindliches Projekt« und schlecht für die deutschen Grenzregionen.

  
28.03.2017 17:11:56 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Keine Kindergeld-Kürzung für EU-Ausländer
Die Kürzung des Kindergeldes für den in der Heimat lebenden Nachwuchs von EU-Ausländern ist vom Tisch. In der Bundesregierung hieß es am Dienstag, das Kabinett werde kommende Woche lediglich Eckpunkte für eine spätere gesetzliche Regelung verabschieden. Der von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgelegte Entwurf wird von der SPD abgelehnt, weil er gegen Europarecht verstoße, das voraussichtlich auch nicht geändert werde. Im Grundsatz sind sich Union und SPD in der Regierung zwar einig, dass sie das Kindergeld für EU-Ausländer einschränken wollen, deren Nachwuchs im Ausland lebt. Schäubles Entwurf lief auf eine Kürzung des Kindergeldes für Bürger aus 15-EU-Staaten hinaus.

28.03.2017 17:06:18 [Berliner Zeitung]
Deutschland blockiert Entscheidung zu Atomwaffenverbot
Donald Trumps Botschafterin bei den Vereinten Nationen in New York sagte, was aus ihrer Sicht zu sagen ist. Es könne ja wohl nicht sein, dass die Bösen auf dieser Welt im Besitz von Atomwaffen sein könnten, während die Guten darauf verzichteten. Das war Nikki Haleys Beitrag zum Auftakt einer bemerkenswerten Verhandlungsrunde bei der Uno in New York: Es geht um das Verbot von Atomwaffen, für das sich fast 130 der 193 UN-Mitgliedsstaaten ausgesprochen haben. Allein: Dazu wird es aller Voraussicht nach nicht kommen. Denn die Länder, die bereits Atomwaffen besitzen, sitzen nicht am Verhandlungstisch, und auch Deutschland macht nicht mit.

  
28.03.2017 15:48:41 [Telepolis]
Berlin schließt die Reihen gegen Erdogan
Volle Breitseite gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan: Bei einer Konferenz der Linksfraktion im Bundestag übten sowohl Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) als auch die Fraktionsvorsitzende der Linken, Sahra Wagenknecht, harsche Kritik an dem Autokraten vom Bosporus. Zugleich berichten mehrere Medien erneut über eine Offensive des türkischen Geheimdienstes MIT in Deutschland. Die Situation bleibt also angespannt, während hunderttausende Deutsch-Türken seit Montag über die Reform der Verfassung abstimmen können. Wie auch in anderen europäischen Staaten können Inhaber eines türkischen Passes seit Montag dieser Woche entscheiden, ob Erdogan noch mehr Macht bekommt und die derzeit geltende Verfassung abschaffen kann.

  
28.03.2017 08:58:53 [Zeit Online]
Ahmed Kathrada: Mandela-Gefährte und Anti-Apartheid-Kämpfer gestorben
Der südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpfer Ahmed Kathrada ist tot. Kathrada sei am frühen Dienstagmorgen im Alter von 87 Jahren gestorben, teilte seine Stiftung mit. Er starb demnach in einem Krankenhaus in Johannesburg nach kurzer Krankheit infolge einer Hirnoperation. Kathada war ein enger Weggefährte und Mithäftling des früheren südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela, der 2013 starb. Er wurde 1964 im sogenannten Rivonia-Prozess gemeinsam mit Mandela verurteilt. Der Prozess sorgte weltweit für Aufmerksamkeit und warf ein Schlaglicht auf das brutale Rechtssystem unter dem Apartheid-Regime.

  
28.03.2017 06:49:27 [Berliner Zeitung]
CDU will Mautdaten für die Polizei freigeben
Alexander Dobrindt ist ein Freund von Superlativen. Sein Ministerium schaffe die Grundlagen für das schnellste Datennetz und die modernste Bahn, wirbt der Verkehrsminister aktuell für sich. Als er 2014 seine Pläne für eine Pkw-Maut vorstellte, schwärmte er von der „strengsten Datenvorschrift, die wir kennen“: Keine andere Institution werde die Mautdaten bekommen, auch nicht die Sicherheitsbehörden, versicherte der CSU-Politiker damals. Doch geht es nach den Innenpolitikern der CDU, soll sich das nach der Bundestagswahl drastisch ändern.
 Wirtschaft, Ökonomie, Finanzen, Finanz- und Wirtschaftskrise, Geldsystem, Währung, Banken (15)
28.03.2017 20:48:48 [Die Freiheitsliebe]
Portugal zeigt Alternativen zur Austeritätspolitik
Portugal, Italien, Griechenlands und Spanien das waren die südeuropäischen Länder, die in den vergangenen Jahren im Fokus der europäischen Aufmerksamkeit standen, wenn es um sogenannte „Sparprogramme“ und Austerität ging. Während Griechenland aktuell wieder in den Medien ist, weil die Schulden weiter steigen, und Spanien von sich Reden machte, weil es keine Regierung bilden konnte, ist Portugal aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden, dabei wäre ein Blick auf die Erfolge der portugiesischen Regierung spannend, für alle, die immernoch am Dogma des Sozialabbaus als Mittel zum Wachstum festhalten.

28.03.2017 20:19:52 [Godmode-Trader]
Wohin sind die Arbeiter verschwunden?
In den USA sind in diesem Aufschwung Millionen an Arbeitern „verschwunden.“ Jetzt ist klar, wo sie sind. Die regionale Notenbank von Dallas hat durch eine Studie geklärt, wohin die Arbeiter verschwunden sind. Die Sache beschäftigt seit langem die Notenbanken und die Politik. Es geht dabei im Kern um die Partizipationsrate. Vor der Krise arbeiteten insgesamt 62,8 % der Bevölkerung. Während der Krise sank dieser Wert auf 58 % und hat sich seither auf 60 % erholt. Die Erholung der Partizipationsrate ist sehr langsam und bleibt hinter früheren Aufschwüngen zurück. Es wird gerätselt, woran das liegt, denn ohne eine korrekte Erklärung lässt sich auch keine sinnvolle Politik gestalten, die dem Trend entgegenwirkt.

28.03.2017 20:17:34 [RT Deutsch]
Europäischer Gerichtshof: Die Sanktionen gegen Russland sind rechtens
Die Wirtschaftssanktionen der Europäischen Union gegen russische Konzerne sind nach Ansicht des Gerichtshofs der EU (EuGH) rechtens. Die Prüfung der Richter erfolgte nach einer Klage des russischen Ölkonzerns Rosneft. Das Urteil ist nicht anfechtbar. Eine Prüfung der Maßnahmen habe nichts ergeben, was die Gültigkeit des EU-Beschlusses und der dazugehörigen Verordnung berühren könnte, urteilten die Luxemburger Richter am Dienstag. Die Sanktionen gegen den vom Staat kontrollierten Ölkonzern Rosneft und andere russische Firmen bleiben damit bestehen.

  
28.03.2017 19:00:53 [Makronom]
Was bedeutet der Brexit für Europas Kapitalmärkte?
Am Mittwoch wird Großbritannien offiziell die Austrittsverhandlungen mit der EU einleiten. Viele EU-Staaten hoffen nun, von einem Exodus der britischen Finanzindustrie profitieren zu können. Allerdings sollte man nicht ignorieren, welche Vorteile die europäischen Kapitalmärkte bisher aus dem Finanzzentrum London gezogen haben.

  
28.03.2017 17:20:16 [Le Bohémien]
Keine Grenzen, nirgends
Wenn „Grenzüberschreitung“, Freizügigkeit und Entwurzelung als höchstes Freiheitsziel gelten. Der „Grenzüberschreitende Lebensentwurf“ ist „in“. Er hat viele Namen, in denen er zum Ausdruck kommt. Kosmopolitismus, Globalismus, Multikulturalismus, Transnationalismus. Sie meinen nicht alle dasselbe, lassen sich aber in ihrer Verwendung auf ein sich überschneidendes ideologisches Grundmotiv herunterbrechen. Aus diesen Zutaten ist nicht mehr nur die Suppe des hippen, linksgrünen Lifestyles des 21. Jahrhundert gekocht. Und längst nicht alleine die radikale Linke subsumiert all dies unter dem Slogan „no borders, no nations“. Migrationsbewegungen und Transformationsprozesse, die durch diese Begriffe mitunter beschrieben werden sollen, sind in Großstädten seit Jahrzehnten Realität.

28.03.2017 17:02:29 [BüSo-Bürgerrechtsbewegung Solidarität]
Zurück zur Raumfahrt und zum Amerikanischen System der Politischen Ökonomie
US-Präsident Donald Trump sprach letzte Woche bei zwei verschiedenen Gelegenheiten davon, daß man das „Amerikanische System“ erneuern müsse, und er definierte dieses System völlig zutreffend als als: Aufbau einer großen Industrienation, Schutzzölle, fairer Handel, Infrastrukturinvestitionen und gute Arbeitsplätze. Als historische Vertreter dieser Politik nannte er namentlich Alexander Hamilton, die Präsidenten George Washington, Abraham Lincoln und William McKinley sowie den Staatsman

28.03.2017 15:33:57 [Start Trading]
DAX: Korrekturgefahr beachten!
Der DAX hält sich eine Korrektur bisher vom Leib. Er kann wieder ansteigen, obwohl der Wochenstart negativ war. Der Index notiert jetzt erneut über 12.000 Punkten und die Anleger machen es sich auf diesem Niveau gemütlich, in der Hoffnung, das Gröbste wäre ausgestanden. Diese Deutung des Marktes wäre voreilig, denn der DAX ist noch immer in Gefahr. Anleger sollten mit folgendem Fahrplan rechnen.

28.03.2017 14:28:28 [Godmode-Trader]
So kann es nicht weitergehen
Es geht ein politischer Ruck durch die Welt. Das ist richtig so, denn eines der Grundprobleme unserer Gesellschaft wird konsequent ignoriert. Wer sich fragt, wieso es den Brexit gibt und Donald Trump Präsident geworden ist, muss nicht lange nach Gründen suchen. Sie liegen eigentlich auf der Hand. Verstanden wird es von der Politik trotzdem nicht. Das kann nicht gut enden. Das Grundproblem ist in Grafik 1 dargestellt. Gezeigt wird die Entwicklung der mittleren US-Haushaltseinkommen, des Mindestlohns und der Wall Street Boni. Daten zu allen drei Zeitreihen gibt es seit 1987. Sie wurden auf dieses Jahr normiert, sodass alle drei Zeitreihen im Jahr 1987 mit dem Wert 100 beginnen.

  
28.03.2017 12:42:33 [Telepolis]
Bankgewinne durch Steuerflucht
Oxfam hat die Finanzflüsse von 20 europäischen Großbanken untersucht, die angeblich hohe Gewinne in europäischen Steueroasen machen. Eigentlich ist es nicht mehr verwunderlich, wenn nach den großen Firmen wie Apple, Starbucks, Fiat und anderen, nun auch bekannt wurde, dass die Banken wohl die gleichen Steuerschlupflöcher nutzen, um Gewinne zu machen oder zu maximieren. Auch sie verschieben offenbar zur Steueroptimierung Gewinne im großen Stil in Steueroasen, um Steuern zu umgehen. Das legt jedenfalls eine Untersuchung der Entwicklungsorganisation Oxfam nahe. Luxemburg sticht in Europa besonders hervor, wo der Steuerdumper Jean-Claude Juncker für die Schaffung der Schlupflöcher mitverantwortlich war. So ist kaum verwunderlich, wenn Brüssel nur zaghaft versucht, die Steuerparadies in Europa zu beseitigen.

28.03.2017 12:35:27 [Makroskop]
Target2-Salden und ihre Risikobewertung
Die TARGET2-Salden erreichen jüngst neue Höchststände. Die Folgen eines Austritts eines Landes aus dem Euro-System oder gar das komplette Auseinanderfallen des Währungsraumes wird angesichts anstehender Wahlen vermehrt diskutiert. Die technische Seite des Themenkomplexes ist inzwischen wohl für alle beteiligten Seiten geklärt und unstrittig. Die Buchungssätze werden allseits richtig beschrieben, auch von Sinn e. a. . Es wird von allen eingeräumt, dass Zahlungssystem und Kreditsystem zwei Paar Schuhe sind, dass also TARGET2 kein eigenes Kreditsystem darstellt. Es ist vielmehr Teil des Zahlungssystems im Euro-System, zudem ein sehr effektives, kostengünstiges, über das täglich Zahlungen im Umfang des deutschen Bruttoinlandslproduktes abgewickelt werden.

  
28.03.2017 11:03:32 [Makronom]
Warum der Kapitalismus vor seinen größten Fans geschützt werden muss
Der Wahlkampf hat die Debatte um die soziale Gerechtigkeit in Deutschland wiederbelebt – was bei manchen Menschen offenbar Ängste um den Fortbestand der kapitalistischen Ordnung auslöst. Aber gerade aus einer konsequent kapitalistischen Perspektive ist es notwendig, zu hohe Ungleichheiten durch Umverteilung zu korrigieren.

28.03.2017 11:01:01 [Konjunktion]
US-Dollar-"Abverkauf"
China, Japan, Belgien, die Schweiz und Saudi-Arabien werfen Milliarden auf den Markt. Trotz der steigenden Aktienkurse und eines erstarkenden US-Dollars kurz nach der US-Wahl war meine Prognose, dass der US-Dollar nur einen kurzfristigen Höhenflug erleben wird, für viele nicht nachvollziehbar und aufgrund der damaligen Entwicklung nicht absehbar. Doch zwischenzeitlich ist genau das eingetreten, wovon ich Ende November bzw. im Dezember mehrfach schrieb: der US-Dollar wird ausverkauft und im Anschluss zum Abschuss freigegeben.

  
28.03.2017 09:10:19 [Bankhaus Rott + Frank Meyer]
Kapitalquote sinkt, Bonuspool wächst. Grüße aus der Schweiz
Die Credit Suisse Group hat laut CEO Thiam zu wenig Kapital. Für eine Erhöhung des Bonuspools scheint die Portokasse jedoch noch auszureichen. Ein Statusbericht aus einem sterbenden Sektor, der nur noch bei den Tantiemen von alter Größe träumt.

28.03.2017 08:17:22 [Gewerkschaftsforum]
Digitaler Kapitalismus ohne Arbeit?
Wirtschaftspolitische Informationen von ver.di: Die Digitalisierung verändert weitreichend Inhalte und Strukturen von Wirtschaft und Arbeit. Doch ob es zu steigender Erwerbslosigkeit kommt und wie sich die Einkommensverteilung und der Sozialstaat entwickeln, ist keine technologische Frage, sondern eine der ökonomischen Entwicklung und der Kräfteverhältnisse zwischen Kapital und Arbeit. Produktivitätszuwächse müssen für höhere Löhne, kürzere und bessere Arbeit und eine Ausweitung gesellschaftlich notwendiger Dienstleistungen genutzt werden. Die Digitalisierung erfasst nahezu alle Wirtschaftsbereiche und Arbeitsfelder und führt zu großen Veränderungen und Herausforderungen für die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften.

28.03.2017 06:30:28 [Griechenland-Blog]
Griechenland verbietet anonyme Zahlungsmittel
Mit Wirkung ab dem 23. März 2017 wurde in Griechenland die Verwendung sogenannter anonymer Zahlungsmittel (Prepaid-Karten, E-Money usw.) strikt verboten. Konkret setzte das griechische Finanzministerium mit der vollumfänglichen Aktivierung der Bestimmungen des Gesetzes N. 4446/2016, mit denen ein Verbot der Nutzung anonymer elektronischer Zahlungsmittel vorgesehen wird, den anonymen Geschäftsvorgängen mittels E-Banking, Prepaid-Karten und sonstiger elektronischer Zahlungsmittel ein Ende. Angeblicher Zweck der Maßnahme ist, der Wäsche „schmutziger“ oder „schwarzer“ Gelder zu begegnen.
 Medien, Journalismus, Propaganda, Zensur, Netzpolitik, Internet, Computer, IT, Digitales (4)
28.03.2017 20:43:02 [Horizont]
Guter Journalismus braucht Selbstbewusstsein
ZDF-Chefredakteur Peter Frey plädiert dafür, dass Journalisten in Zeiten von Fake News und erodierendem Vertrauen in die Medien wieder selbstbewusster auftreten. Das gebiete schon allein die gesellschaftliche Verantwortung: "Wir müssen dafür sorgen, dass das Virus des Zweifels am Journalismus nicht in die Mitte der Gesellschaft überspringt". "Elite-Medien", "Alt-Parteien", "alternative Fakten" – es sind solche Begriffe, mit denen Populisten versuchen, die Glaubwürdigkeit der Medien anzugreifen und die Gesellschaft zu polarisieren. Wir haben uns zu lange von diesen diffamierenden Begriffen treiben lassen. Es ist höchste Zeit, der Verunsicherung Einhalt zu gebieten und die weitere Debatte mit journalistischem Selbstbewusstsein zu führen.

  
28.03.2017 18:39:48 [Infosperber]
Wie Online Advertising «Fake News» fördert
Ein britischer Medienwissenschaftler erklärt, warum die Struktur der Online-Werbung eine Ursache für die «Fake News»-Schwemme ist. Und was macht der Nationalrat? Er stimmt der Motion mit 111 gegen 78 Stimmen zu (Wer wie gestimmt hat, siehe unten). Israel soll Palästina doch annektieren, die Kriege da unten sollen doch weitergehen, was geht uns schon das Elend in den von Israel besetzten Gebieten an? Tambini geht damit auf eine Frage ein, die das britische Parlament im Rahmen einer Untersuchung zum Thema «Fake News» gestellt hatte: «Haben die Veränderungen in Verkauf und Platzierung von Anzeigen, die Zunahme von Fake-News gefördert?» Tambini bewertet die Frage als wichtigste der gesamten Untersuchung und beantwortet sie mit «ja».

  
28.03.2017 09:13:30 [NachDenkSeiten]
Vom Friedensforscher zum Verschwörer: Daniele Ganser und die Medien
Furchtbar, diese Häretiker! Sie kritisieren einfach die bestehenden Verhältnisse, insistieren auf deren Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit. Damit treten sie jenen auf die Füße, die nicht gewohnt sind, dass man sie infrage stellt. Der Politik, der NATO, der allgegenwärtigen neoliberalen Ideologie und ihren Apologeten. Einer, der sich nicht verbiegen lässt, sondern sagt, was er erkannt hat und für die Wahrheit hält, ist der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser, der zurzeit massiven Anfeindungen seitens der journalistischen Zunft ausgesetzt ist. Jens Wernicke sprach mit ihm zur Rolle der Medien im Kampf um die Wahrheit und eine bessere Welt.

  
28.03.2017 06:40:46 [EJO - European Journalism Observatory]
Politics sells
Was ist wichtiger, die Wahrheit oder die Auflage? Schwierige Frage…, aber dann doch lieber die Auflage. Ich erinnere mich mit Vergnügen an den Sel-Skandal. Er war ein Göttergeschenk für uns. Unsere Auflage stieg wie nie zuvor. Ich werde gleich erklären, was der Sel-Skandal ist. Aber zuerst kommen wir zur New York Times und zum Spiegel. Für die New York Times ist Donald Trump ein Göttergeschenk. Seit Trumps Wahlkampf begann, hat das Blatt über 700 000 neue, meist digitale Abonnenten gewonnen. „Trump ist die beste Sache, die unserer Abo-Strategie passieren konnte“, sagt der glückliche Chefredaktor Dean Baquet.
 Überwachung, Daten, Geheimdienste, Spionage, Bevölkerungskontrolle, Sicherheitspolitik (2)
  
28.03.2017 20:08:26 [Netzpolitik]
Überwachungs-Firma AGT ist insolvent und aufgelöst
Die deutsche Überwachungs-Firma Advanced German Technology existiert nicht mehr. Jahrelang hat AGT Überwachungs-Technologien in den Nahen Osten verkauft, jetzt ist die Gesellschaft insolvent und aufgelöst. Nachdem wir die Machenschaften des Unternehmens enthüllt haben, sind die Kunden davongelaufen. Vor zwei Jahren haben wir AGT ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. In einer langen Recherche beleuchteten wir das Firmenkonstrukt, das damals einen neuen Staatstrojaner „Made in Germany“ beworben hat. Das Produkt selbst wurde nie fertig, aber das aggressive Werben mit „deutscher Wertarbeit“ und der vermeintliche Sitz in Berlin haben unsere Aufmerksamkeit geweckt. Mit dieser auch auf englisch übersetzten Veröffentlichung wurden wir zum Ansprechpartner für alle möglichen Leute, die ihr Wissen über AGT teilen wollten.

  
28.03.2017 18:37:28 [Sputnik]
So greift die CIA in Apple-Geräte ein
Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hat unter dem Namen „Dark Matter“ den zweiten Teil ihrer „Vault-7“-Geheimdaten veröffentlicht. Diese enthalten weitere Informationen zu den Hackermethoden und -techniken der CIA, darunter gegen Geräte des US-Unternehmens Apple. Eines der CIA-Werkzeuge soll es dem Geheimdienst ermöglichen, Software auf einem Apple-Laptop auszuführen, auch wenn der Besitzer des Computers die Firmware mit einem Passwortschutz versehen hat. Das Tool namens Sonic Screwdriver umgeht die Passwort-Sperre und installiert diverse Software.
 Krieg, Kriegsverbrechen, Frieden, Terrorismus, Rüstung, Militär (11)
28.03.2017 21:01:01 [German Foreign Policy]
Kampf um die Randmeere: NATO-Russland-Rivalität in Ostsee und Schwarzem Meer
Deutsche Militärstrategen diagnostizieren eine wachsende Bedeutung der Ostsee und des Schwarzen Meers für den Machtkampf des Westens gegen Moskau. Die beiden "Randmeere" seien für Russland ungemein wichtig, heißt es in einer aktuellen Analyse, die in der Fachzeitschrift "MarineForum" publiziert worden ist. Sei die Ostsee für den russischen Seehandel als "Tor in den Atlantik" unverzichtbar, so sei das Schwarze Meer für die russische Marine ein strategisch zentrales "Sprungbrett ins Mittelmeer", das Einflussmaßnahmen in Nah- und Mittelost bis in den Indischen Ozean ermögliche. Während die NATO die Zugänge zu den beiden "Randmeeren" kontrolliert, sucht Moskau seine strategischen Positionen dort zu konsolidieren und stärker aus dem Schwarzen Meer ins Mittelmeer auszugreifen. Die NATO bemühe sich um Gegenmaßnahmen, um Russland wieder weiter zurückzudrängen, heißt es im MarineForum. Auch die Bundesrepublik baut hre Aktivitäten aus, tritt verstärkt im und am Schwarzen Meer auf - und lädt Marinen aus Ländern, mit denen sie kooperiert, zu gemeinsamen Manövern in die Ostsee ein.

  
28.03.2017 19:59:20 [Amerika 21]
Malwinen eines der höchstmilitarisierten Gebiete der Welt
Großbritannien forciert die Militarisierung auf den Malwinen. Die besetzte südamerikanische Inselgruppe gilt heute gemessen an Pro-Kopf-Ausgaben als eines der höchst militarisierten Gebiete der Welt. Im Jahr 2015 forderte der britische Verteidigungsminister Michael Fallon im Parlament eine Etaterhöhung für das nächste Jahrzehnt auf zusätzliche 180 Millionen Pfund (rund 209 Millionen Euro) zur Stärkung der Militärpräsenz auf den Inseln. Mit Hilfe des höheren Budgets solle unter anderem der Austausch der Luftabwehrraketen Rapier durch neuere Modelle finanziert werden.

  
28.03.2017 18:46:39 [Telepolis]
US-unterstützte Offensive auf Raqqa riskiert humanitäre Katastrophe
Seit Donald Trump nehmen riskante Militäroperationen in Syrien und im Irak zu. Noch immer herrscht Unklarheit, wer für die Bombardierung von Häusern in West-Mosul am 17. März verantwortlich ist, unter deren Trümmern am Mittwoch 100-200 Menschen begraben wurden. Das Pentagon gab zu, auf Anforderung von irakischen Truppen Stellungen des Islamischen Staat in der Gegend bombardiert zu haben, aber man untersuche den Vorfall noch. Angeblich habe der IS in die Häuser Zivilisten zusammengepfercht, auf die Dächer IS-Kämpfer postiert und Autobomben an den Häusern geparkt. Die seien angegriffen worden und hätten dabei großräumige Zerstörungen verursacht.

  
28.03.2017 17:09:50 [Granma]
Kuba fordert Verpflichtung zur kompletten nuklearen Abrüstung
Kuba forderte gestern auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Verpflichtung der Staaten zu einer vollkommenen Eliminierung der Atomwaffen als einzige Art und Weise, die Bedrohung zu beseitigen, die diese für das Überleben der Menschheit bedeuten. In ihrer Ansprache während der Eröffnungsveranstaltung der Konferenz der Generalversammlung zur Verhandlung eines gesetzlich bindenden Instruments, das die todbringenden Sprengkörper verbietet, bezeichnete die Ständige Vertreterin Kubas vor der UNO, Anayansi Rodríguez, das aktuelle Szenarium, das von der Existenz von über 15 000 atomaren Sprengköpfen gekennzeichnet ist, als inakzeptabel.

  
28.03.2017 15:45:51 [Augen geradeaus!]
Bundeswehr-Zugriff auch auf französische Maschinen
Die Zustimmung des Bundestags-Haushaltsausschusses zu den Vorbereitungen für eine gemeinsame deutsch-französische Hercules-Lufttransportstaffel hatte ich in der Übersicht in der vergangenen Woche bereits erwähnt; wie angekündigt ein paar mehr Einzelheiten dazu: Was jetzt dem Ausschuss vorlag, war ein deutsch-französisches Regierungsabkommen, in dem es zunächst nur um die grundsätzliche Absicht der gemeinsamen Staffel und um Infrastrukturmaßnahmen in Evreux geht, rund 100 Kilometer westlich von Paris. Frankreich hatte darauf gedrängt, dass dieses Abkommen noch vor den französischen Präsidentschaftswahlen unterzeichnet werden sollte. Die Absicht, gemeinsam Flugzeuge vom Typ Hercules C-130J des US-Herstellers Lockheed Martin zu betreiben, hatten beide Länder im Oktober vergangenen Jahres angekündigt und im Februar dieses Jahres eine konkretisierte Absichtserklärung (Declaration of Intent) unterzeichnet.

28.03.2017 15:39:59 [Journal 21]
Neues Spiel, altes Unglück
Amerikas Pläne für Syrien sind noch völlig unausgegoren. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag haben amerikanische Flugzeuge arabische Truppen der SDF („Syrische Demokratische Kräfte“) in der Nähe von Tabqa hinter die Verteidigungslinien des IS transportiert, so dass diese Truppen ihre Feinde von hinten angreifen konnten. Die SDF-Truppen meldeten, sie hätten die IS-Kämpfer überrascht und vier Dörfer nahe bei Tabqa erobert. Tabqa ist die zweitgrösste Ortschaft der Provinz Raqqa. Raqqa ist die Provinzhauptstadt. Tabqa-Damm wird der Staudamm des Euphrat genannt, der einen gewaltigen Stausee abschliesst, dessen Rückstau fast bis an die türkische Grenze hinaufreicht.

  
28.03.2017 14:37:20 [IMI-Online]
Bundeswehr und Schulen
Die Bundeswehr hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Von einer Verteidigungsarmee zu einer „Armee im Einsatz“. Inzwischen ist schon Alltag, dass deutsche Soldaten in Afghanistan, Mali, im Mittelmeer oder anderswo mit ihren Waffen agieren. Um diese Kriege führen zu können, wurde und wird die Bundeswehr grundlegend umstrukturiert. Mit der durchgeführten „Strukturreform“ will die Bundesregierung erreichen, immer mehr Soldaten gleichzeitig in den Auslandseinsatz schicken zu können und die Bundeswehr zur Durchsetzung unterschiedlicher Interessen (vom Zugang zu Rohstoffen, über die Freihaltung von Handelsrouten bis hin zur Bekämpfung des Terrorismus oder sogenannten „Schleppern“ im Mittelmeer) einzusetzen. Mit modernen Waffen, wie z.B. Drohnen oder auch neuen Kriegstechniken, wie z.B. hybrider Kriegsführung soll die Bundeswehr fit gemacht werden, weltweit Kriegseinsätze zu übernehmen. Noch lehnt ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland diese Politik ab und nur wenige Jugendliche sind bereit, für diese so genannten deutschen Interessen in den Krieg zu ziehen. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 hat sich dieses Nachwuchsproblem der Bundeswehr deutlich verschärft.

28.03.2017 14:20:09 [Das Blättchen]
Trumps Militärhaushalt
US-Präsident Donald Trump plant, den Haushalt des Pentagons für das nächste Haushaltsjahr um 10 Prozent auf 603 Milliarden Dollar zu erhöhen. Nicht enthalten sind darin die Ausgaben für die Kriegs- und Militäreinsätze der USA in Afghanistan, Syrien und Irak. Sie betragen gegenwärtig 65 Milliarden Dollar und werden aus einem extra Haushaltsposten finanziert. Kritik an Trumps Plänen kommt aus verschiedenen Richtungen. Zum Beispiel von Ben Friedman vom Cato-Institute in Washington. Das ist eine Denkfabrik, die für eine zurückhaltende, nicht-interventionistische Außen- und Militärpolitik der USA eintritt. „Wir geben schon jetzt zu viel für Rüstung aus. Die Stärke unserer Gegner rechtfertigt das nicht. Es ist eine Art außenpolitisches Dogma hier, dass wir viel Geld einsetzen müssen, um überall in der Welt präsent zu sein und die Welt zu beherrschen“, sagt Friedman. Die USA geben schon jetzt dreimal so viel Geld für die Rüstung aus wie China und rund zehnmal so viel wie Russland.

  
28.03.2017 08:25:43 [Telepolis]
Jemen: 90.000 Einsätze der Luftwaffe unter saudi-arabischer Führung
Es ist eine unglaubliche Zahl: Saudi-Arabien soll seit offiziellem Beginn seiner militärischen Intervention im Jemen vor zwei Jahren (26. März 2015) 90.000 Luftangriffe geflogen sein. Auf seinem Twitter-Account rechnet Haykal Bafana, der sich als "Gärtner, Denker und Anwalt" beschreibt, diese Zahl auf tägliche Einsätze um. Er kommt auf 123 Einsätze pro Tag und einen Luftangriff jede 12 Minuten. Das ist immens und wirft Zweifel auf. Die Nachricht von den 90.000 Luftangriffen findet sich als Retweet auf dem Kurznachrichtenkonto von Elijah J. Magnier, eines bekannten Analysten der Kriege und Konflikte im Nahen Osten. In seinen Lagebeurteilungen ist Magnier eine Quelle, auf die wegen seiner Kenntnisse und nüchternen, analytischen Schärfe Verlass ist. Das bedeutet freilich nicht, dass jeder Tweet von außen überprüft ist und die Information "belastbar" ist.

  
28.03.2017 06:42:58 [Ein Parteibuch]
Syrische Armee macht Fortschritte nördlich von Hama und Palmyra
Am gestrigen Montag ist es der syrischen Armee und ihren Partnern gelungen, zwei der Ortschaften nördlich der zentralsyrischen Stadt Hama wieder einzunehmen, die vor einigen Tagen von Terroristen unter Führung von Al Kaida überrannt worden waren. Ein Lagekarte zeigt, dass die beiden Ortschaften Maarzaf und Kafr Amim südlich der christlich geprägten Stadt Mahardeh liegen. Wie erwartet haben die Terroristen in den Ortschaften, aus denen die Bevölkerung bei Ankunft der Terroristen vollständig geflohen ist, einen schweren Stand gegen die syrische Armee, weil ihnen nun ihre übliche Deckung durch menschliche Schutzschilde fehlt.

28.03.2017 06:38:39 [Der Freitag]
Schluss mit dem Rüstungswahn
Deutschland und die NATO-Partner dürfen Trumps Forderungen nicht nachgeben – sonst kommt die Logik der Bombe zurück. Donald Trump will, dass Deutschland zügiger aufrüstet. Auf zwei Prozent seines Bruttoinlandprodukts. Nach Berechnungen des „Internationalen Instituts für Strategische Studien“ in London wären das deutlich über 30 Milliarden Dollar zusätzlich. Jährlich. Gegenüber den Rüstungsausgaben von 2016 wäre es fast eine Verdoppelung. Insgesamt fordern die USA von ihren NATO-Verbündeten Mehrausgaben von 100 Milliarden Dollar. Wozu eigentlich?
 Deutschland (6)
28.03.2017 20:47:30 [Tichys Einblick]
Ein Jäger als Gejagter
Man will sich mit Anis Amri, der mit 14 oder mehr Identitäten in Deutschland unterwegs war, eigentlich wirklich nicht mehr beschäftigen. Sozialbetrug und andere Straftaten hatten den Tunesier früh den Behörden bekannt gemacht. Die für ihn zuständige Ausländerbehörde in Kleve wollte den außergewöhnlich Auffälligen schon im Jahre 2016 per Ministerentscheid außer Landes bringen lassen. Die Entgegnung vom NRW-Innenministerium: „Abgelehnt“. Seit Februar 2016 wurde Amri zudem vom LKA in Düsseldorf als islamistischer Gefährder eingestuft. Konsequenzen? Keine. 12 Tote später. Ralf Jäger, der NRW-Innenminister, der durch ein beherztes Eingreifen das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt von Berlin hätte verhindern können, rechtfertigte sich so: „Wir können in einem Rechtsstaat Gefährder nicht einfach vorsorglich wegsperren.“

  
28.03.2017 17:07:52 [IPPNW]
Ärzteorganisation rügt Verstöße gegen hippokratischen Eid
Die Ärzteorganisation IPPNW rügt anlässlich von 15 weiteren gewaltsamen Abschiebungen nach Afghanistan Verstöße gegen den hippokratischen Eid. „Geflüchtete werden für die Abschiebung nach Afghanistan für flugtauglich erklärt, obwohl sie es nicht sind“, kritisiert IPPNW-Arzt Tom Nowotny. Mehrere der von Abschiebung bedrohten Menschen sind suizidgefährdet. Am vergangenen Samstag hat ein junger Mann aus Kandahar nach Erhalt der Ablehnung seines Asylantrages Selbstmord begangen, wie die Münchener Abendzeitung berichtete. Zwei weitere Afghanen, die im Abschiebungsgefängnis Mühldorf in Bayern untergebracht waren, haben ebenfalls am Samstag Selbstmordversuche unternommen, wie bei einer Mahnwache bekannt wurde. Mehr als 400 TeilnehmerInnen bildeten am Sonntag eine Menschenkette um die Haftanstalt und stellten sich damit symbolisch vor die Schutzsuchenden. Leider konnte die Abschiebung der psychisch kranken Asylbewerber nicht verhindert werden.

28.03.2017 14:30:54 [Berliner Zeitung]
Zschäpe-Pflichtverteidiger wollen Entlassung aus NSU-Prozess
Drei der Pflichtverteidiger der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe haben die Entlassung aus dem NSU-Prozess beantragt. Eine Fortsetzung ihrer Tätigkeit sei für sie „auch in persönlicher Hinsicht nicht mehr zumutbar”. Das schrieben die Anwälte Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm. Sie reagierten damit auf einen Brief Zschäpes an den 6. Strafsenat des Münchner Oberlandesgerichts. Darin hatte sie sich von mehreren Befangenheitsanträgen gegen den Vorsitzenden Richter Manfred Götzl und einen Beisitzer distanziert, die Heer, Stahl und Sturm außerhalb der Verhandlung vergangene Woche in Zschäpes Namen gestellt hatten.

  
28.03.2017 12:38:21 [Neuland Rebellen]
Anne will Volker Kauder-TV – oder was will Anne Will?
Polit-Talkshows sind lächerlich, absurd, laut, inhalts- und belanglos. Das ist so, darüber kann man streiten, kommt aber auch nicht weiter. Bei Anne Will hatte man am Sonntag nach der Saarlandwahl das Gefühl, sie hat irgendwie auch keine Lust mehr auf den Müll. Anders ist ihre Passivität nicht zu erklären, als Volker Kauder (CDU) das Heft in die Hand nahm und lächerlich, laut, absurd, inhalts- und belanglos das Ruder übernahm. Was wollte die Anne in dieser Sendung? Sicher, die Will wollte Wagenknecht schlecht aussehen lassen. Was auch gelang, denn gegen die Runde und ihre Moderatorin hatte die Linke kaum Chancen, sich mitzuteilen oder auf Diffamierungen zu reagieren. Und selbst wenn es ihr gelang, war Kauder zur Stelle, um lächerlich, absurd, laut, inhalts- und belanglos zu kontern. Die Sendung war ein Paradebeispiel dafür, dass so etwas ähnliches wie Neutralität längst ins Geschichtsbuch der Talk-Show-Begebenheiten gehört.

28.03.2017 11:19:27 [Junge Welt]
Es geht ihnen nur um die Rendite
Wohnungsunternehmen will in Berlin die Mieten erhöhen und nutzt dafür »energetische Sanierung«. Gespräch mit Franziska Schulte: Sie haben in Berlin-Tempelhof die »Mieterinitiative Gontermannstraße« mitgegründet. Warum war dieser Schritt nötig? Völlig unerwartet fanden wir Anfang Februar ein Schreiben im Briefkasten. Darin informierte die Buwog AG die rund 220 Mietparteien in der Gontermannstraße über umfassende Modernisierungsmaßnahmen. Das war ein Schock für uns. Wir sollen bald 2,81 Euro pro Quadratmeter mehr bezahlen. Die Mieten für die 62 bis 65 Quadratmeter großen Wohnungen würden damit um knapp 200 auf fast 700 Euro steigen. Zu uns gehören viele Menschen mit geringem Einkommen oder einer kleinen Rente, Alleinerziehende und Familien. Die können sich eine solche Erhöhung nicht leisten und befürchten, dass sie ausziehen müssen. Das hat die Mieterversammlung gezeigt, die wir sofort initiiert haben. Etwa 170 Nachbarn haben daran teilgenommen.

  
28.03.2017 06:51:52 [Telepolis]
Diätenerhöhung im Aufmerksamkeitsschatten der Saarlandwahl
Am Wochenende schauten alle deutschen Medien in den Südwesten des Landes: In das Saarland, wo eine Landtagswahl stattfand, bei der sich an den Machtverhältnissen wenig änderte. Dafür änderte sich nebenan, in Rheinland-Pfalz, fast ohne Medienaufmerksamkeit etwas: Dort genehmigten sich die Abgeordneten einer Erhöhung ihrer Diäten von 5.800 Euro auf über 6.800 Euro. Diese Steigerung in Höhe von 17,5 Prozent soll zwar auf drei Jahre verteilt werden, liegt damit aber immer noch bei 5,83 Prozent jährlich - also bei sehr viel mehr, als das, mit dem die Bürger rechnen können. Später sollen die Diäten dann automatisch mit einem Index steigen.
 Europa, Brüssel, EU allgemein (7)
  
28.03.2017 20:45:45 [Pester Lloyd]
Orbán, der innere Feind Europas
Nur wenn jede Nation sich selbst um seine Sicherheit und seinen Wohlstand kümmert, kann Europa funktionieren. Das ist die paradoxe Konklusion des ungarischen Premiers Orbán, die er beim 60. Jubiläum der Römischen Verträge ausstieß, obwohl er die gemeinsame Erklärung "gut für Ungarn" findet. Dass die EU bis heute keine wirksamen Mittel gegen ihre inneren Feinde und Rosinenpicker anwendet, ist eigentlich ihre größte Schwäche. "Keine Feiererklärung wird irgendetwas ändern. Wir können nur stolz auf Europa sein, wenn wir auf unsere eigenen Länder stolz sind", erklärte der Premier, der erst noch vor wenigen Tagen rief, dass man "Brüssel stoppen" müsse und es "keine Europäer, nur europäische Nationen" gebe.

  
28.03.2017 19:01:40 [Tagesschau]
Schottisches Parlament für neues Referendum
Das schottische Parlament in Edinburgh hat für eine erneute Volksabstimmung über die Unabhängigkeit von Großbritannien gestimmt. Mit einer Mehrheit von 69 zu 59 Stimmen erteilten die Abgeordneten der schottischen Regierungschefin Nicola Sturgeon das Mandat für Verhandlungen mit der Regierung in London. Sturgeon will ihre Landsleute zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 über die Loslösung von Großbritannien abstimmen lassen - also noch vor dem Brexit.

  
28.03.2017 17:15:35 [Telepolis]
Brexit: Großbritannien vor dem Großen Sprung
Theresa May hat bemerkenswert wenig in der Hand. Eigentlich ist nur klar, dass sie am 29. März den Austritt von Großbritannien aus der EU offiziell machen wird. Dann läuft die Uhr: Zwei Jahre können sich ihr Land und die Europäische Union über die Scheidungsmodalitäten einigen. Aber auch wenn das nicht gelingt, wird Großbritannien zwei Jahre später automatisch unabhängig. So ist es jedenfalls vorgesehen. Doch während achtzigtausend Menschen in London gegen den Brexit auf die Straße gingen und versuchten, das Ruder in letzter Minute nochmal herumzureißen, übt sich die konservative Regierung in Beschwichtigung. Außenminister Boris Johnson, der schon auf der Münchner Sicherheitskonferenz alle Probleme weggelächelt hatte, behauptete jetzt, es sei "perfectly o.k.", wenn es kein Handelsabkommen mit der EU geben werde.

  
28.03.2017 17:13:28 [Tagesschau]
Flüchtlinge in Ungarn: Gerichtshof stoppt Verlegung
Per einstweiliger Verfügung hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg die Verlegung von acht Jugendlichen und einer schwangeren Frau in ungarische Container-Lager gestoppt. Der Hintergrund: In Ungarn ist heute eine Verschärfung des Asylrechts in Kraft getreten. Danach sollen Asylbewerber nur noch in zwei Container-Lagern nahe der Grenze zu Serbien festgehalten werden. Davon betroffen sind alle Flüchtlinge, die neu ins Land kommen, sowie Flüchtlinge, die sich bereits in Ungarn aufhalten.

  
28.03.2017 15:53:16 [QPress]
EuGH zeigt sein Gesicht als politischer Gerichtshof
Der europäische Gerichtshof fällt ab und an schon mal durch “gelungene Urteile” auf. Sofern man die Entscheidungsgründe auf wenig bewegende Formalitäten herunterbricht, mag das in Rede stehende Urteil zutreffend sein. In seiner Konsequenz ist es allerdings wenig charmant und spricht auch nicht sonderlich für die Europäische Union. In besagtem Fall ging es um eine Klage des russischen Energiekonzerns Rosneft gegen die bestehenden Sanktionen, denen dieser seitens der EU ausgesetzt ist.

  
28.03.2017 09:08:37 [IPG - Internationale Politik und Gesellschaft]
Solidarisch an einem Strang
Alexis Tsipras über seine Vorstellungen eines progressiven Europas. Dass die Europäische Union sich heute in einer Orientierungskrise befindet, sollte uns nicht verwundern oder überraschen. In den letzten Jahren wurde das europäische Projekt anhand von zwei Krisen – die Finanz- und die Flüchtlingskrise – auf die Probe gestellt, und die Ergebnisse sind alles andere als ermutigend. Durch Austerität und rigorose Haushaltspolitik wurden die Abstände und unterschiedlichen Geschwindigkeiten zwischen den europäischen Volkswirtschaften vergrößert und das Problem des sozialen Zusammenhalts weiter verschärft. Zudem führte die Flüchtlingskrise zur Zunahme von fremdenfeindlichen und europaskeptischen Tendenzen bei den konservativen gesellschaftlichen Schichten und zur politischen Stärkung des Rechtspopulismus.

  
28.03.2017 08:13:40 [RT Deutsch]
Der Mensch als politische Handelsware
Werden uns bald wieder Bilder erreichen, die an 2015 erinnern, als tausende Flüchtlinge über die Ägäis Europa erreichten? Der Balkan hat bereits die Schotten dicht gemacht. Nur noch wenige Flüchtlinge erreichen ihre europäischen Traumziele. Die europäischen Ländern versuchen alles, um weniger Flüchtlinge aufnehmen zu müssen und lagern die moralische Verpflichtung aus. Das Problem mit den Schutz suchenden Menschen, die in die EU gelangen, wird gerne in andere Länder verschoben. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht nun damit, das Abkommen zwischen der EU und seinem Land aufzukündigen.
 International (4)
28.03.2017 20:44:13 [Telepolis]
USA: Will Trump über Parteigrenzen hinweg regieren?
Stabschef Reince Preibus kündigt an, dass die Republikaner künftig den eigenen Freedom Caucus außen vor lassen und sich stattdessen bei den Demokraten Mehrheiten suchen könnten - Repräsentantenhaussprecher Ryan wackelt. Am Freitag sagte der republikanische Repräsentantenhaussprecher Paul Ryan eine bereits am Tag zuvor verschobene Abstimmung über den von ihm ausgehandelten American Health Care Act (AHCA) ab, der das Obamacare-Krankenversicherungssystem ersetzen sollte. Der Grund dafür war, dass deutlich mehr als 21 Republikaner vorher angekündigt hatten, gegen den Entwurf zu stimmen, weshalb er keine Chance auf eine Mehrheit hatte.

28.03.2017 12:28:36 [Infosperber]
Myanmar: Regimewechsel ohne Wunder
Burmas neue Regierung kommt nicht richtig vom Fleck. Sie muss ihre Macht mit den Militärs teilen – zum Vorteil der Uniformierten. Nach fast fünfzig Jahren Militärdiktatur legte der ehemalige General Thein Sein im Einverständnis mit dem General Nummer eins, Than Shwe, seine Uniform ab. In zivilen Massanzug gekleidet wurde er 2011 Präsident und machte mit schrittweisen Reformen den Übergang zur Demokratie möglich. Mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hatte er, nachdem er sie nach fast zwei Jahrzehnten Gefängnis und Hausarrest frei liess, bald ein ansprechendes Arbeitsverhältnis. Im November 2015 errang die von Suu Kyi geführte Nationale Liga für Demokratie (NLD) nach fast fünfzig Jahren Militärdiktatur einen überwältigenden Wahlsieg.

28.03.2017 11:21:16 [Amerika 21]
14 OAS-Staaten wollen Venezuelas Regierung unter Druck setzen
Auf Initiative der USA und Mexikos haben insgesamt 14 amerikanische Regierungen ein gemeinsames Kommuniqué veröffentlicht. Darin fordern sie die Umsetzung der beim Dialog zwischen der sozialistischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro und der Opposition getroffenen Vereinbarungen, die Freilassung "politischer Gefangener" sowie die Festlegung anstehender Wahltermine. Eine effektive Gewaltenteilung sowie die Respektierung des Rechtsstaates und der demokratischen Institutionen müssten garantiert werden, heißt es weiter.

28.03.2017 06:28:51 [Nachrichte heute]
Donald Trump und Obamacare: Eine Niederlage, aber: „Ich bin Präsident – Du nicht“
Mit seinem Plan, den unteren Einkommen in den USA die Krankenversicherung voll oder weitgehend zu entziehen, ist US Präsident Donald Trump vorerst gescheitert. Seinem Wahlversprechen, den Affordable Care Act (ACA) , auch Obamacare genannt, zu beseitigen, und durch eine Geringstversicherung zu ersetzen, wodurch Milliarden US Dollar gespart, und in den Militärhaushalt hätten gesteckt werden können, wurde eine empfindliche Niederlage bereitet – vorwiegend weil Trumps eigene Truppe, die Partei, der Republikaer, völlig zerstritten ist in dieser Frage.. Für viele republikanische Abgeordnete ging der Geringstversicherungs-Alternativplan „Trumpcare“ längst nicht weit genug: sie wollten Obamacare praktisch ersatzlos streichen. Für andere bot der Plan dann doch zu wenig Krankenversicherung.
 Politik, Verfassung, Grundgesetz, Parteien, Wahlen, Demokratie, Recht, Gesetz und Justiz (11)
  
28.03.2017 20:56:14 [Liberale Warte]
Das unwürdige Spiel der Gesinnungsdemokratie
Es ist eine altbewährte demokratische Tradition, dass das älteste Mitglied die konstituierende Sitzung eines Parlaments leitet, bis die Abgeordneten einen Parlamentspräsidenten gewählt haben. Nie stand dieses Kriterium zur Debatte. Nicht einmal, als die umgetaufte SED nur wenige Jahre nach dem Ende der kommunistischen Terrorherrschaft in zwei aufeinanderfolgenden Wahlperioden den sogenannten Alterspräsidenten des Deutschen Bundestages stellte. Nun will Bundestagpräsident Norbert Lammert die Geschäftsordnung ändern lassen: Nicht mehr der an Jahren älteste, sondern der am längsten im Bundestag sitzende Parlamentarier soll die erste Sitzung eröffnen und bis zur Wahl des Präsidenten leiten. Der Vorstoß geht zulasten der AfD, die gleich zwei aussichtsreiche Kandidaten stellt, deren Lebensalter sie für den Alterspräsidenten qualifiziert. Wenig kann Lammert ins Feld führen, um seine „Lex AfD“ zu maskieren.

  
28.03.2017 20:51:49 [Süddeutsche Zeitung]
Koalition will Regeln für Alterspräsidenten im Bundestag ändern
Der Alterspräsident, der die erste Bundestagssitzung nach der Wahl leitet, soll künftig nach parlamentarischen Dienstjahren bestimmt werden und nicht mehr nach Lebensjahren. Nach der alten Regelung könnte die AfD - sollte sie in den Bundestag einziehen - den Alterspräsidenten stellen. Nach der neuen Regelung wäre es wohl Wolfgang Schäuble. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Gauland spricht von "Tricksereien".

  
28.03.2017 20:24:14 [Junge Welt]
So etwas wie Verrat
Adan Haddad, ein Angehöriger des in Algerien ansässigen Berbervolkes der Kabylen, ist ein Intellektueller ohne Universitätsabschluss. An der Pariser Metro-Station Strasbourg-Saint Denis hat er seit vielen Jahren einen Zeitungskiosk, vor dem sich jeden Vormittag seine Freunde zum kleinen politischen Plausch versammeln. Die meisten von ihnen werden bei der Präsidentschaftswahl Jean-Luc Mélenchon wählen, den Kandidaten des Parti de Gauche (Linkspartei). Einen Mann, der wie sie seine Wurzeln im algerischen Maghreb hat und dem sie vertrauen. Zumindest bei der ersten Stimmabgabe am 23. April wollen sie für ihn votieren, denn ob er die entscheidende Stichwahl am 7. Mai erreichen wird, ist mehr als fraglich. Mélenchon kommt, wie sein sozialistischer Konkurrent Benoît Hamon, in den aktuellen Umfragen auf nicht einmal 15 Prozent der Wählerstimmen. Beiden fehlen somit rund zehn Punkte für das Erreichen der zweiten Runde.

  
28.03.2017 18:48:30 [TauBlog]
Die Maske fällt
Morgen tagt der Koalitionsausschuss in Berlin. Nach dem Ausräumen von Terminschwierigkeiten ist nun auch SPD-Chef Martin Schulz dabei. Der hat ziemlich schnell nach der Saarland-Wahl eine Debatte um Koalitionsoptionen am Hals. Alle melden sich zu Wort, auch die Flügel in der eigenen Partei. Die Geschlossenheit scheint dahin. Doch das alles war vorhersehbar.

  
28.03.2017 15:43:58 [Tichys Einblick]
Bleibt die SPD Merkels Juniorpartner?
Der politisch sieche Oskar Lafontaine hat das klassische SPD-Land an der Saar sukzessive in die Hände der CDU getrieben. Der ehemalige Wunderknabe, gern auch als „Saar-Napoleon“ verspottet, hat die SPD nachhaltig dezimiert. Jetzt bleibt der SPD nur noch die Rolle als zunehmend bedeutungsloser Mitgroßkoalitionär der CDU. Das mag einigen postengierigen SPDlern gerade eben noch gefallen, aber die fortschreitenden Erosionsprozesse wären vorprogrammiert. Warum? Weil eine Partei als bloßer Appendix einer anderen Partei, die eigentlich auf der anderen Seite des Lagers steht, für ihre Stammwähler unattraktiv wird und kaum neue Wähler akquirieren kann.

  
28.03.2017 14:24:36 [Telepolis]
Die AfD - ein Nachruf
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die AfD wieder verschwindet, zurückbleiben wird ein lehrreiches Kapitel über eine stabile Demokratie. Die Umfragewerte der AfD sind in den letzten Wochen spürbar eingebrochen. Das liege am Schulz-Hype, heißt es oft. Das mag zumindest teilweise stimmen. Wahrscheinlicher sind aber andere Gründe. Zum einen dürfte nach der berühmt-berüchtigten Höcke-Rede und dem darauf nicht erfolgten Parteiausschluss einigen Protestwählern endlich klargeworden sein, mit wem sie sich da gerade ins Bett legen wollten. Zum anderen ist der Partei ihr Thema weggebrochen, seit sich die Aufregung um Geflüchtete gelegt und auch die Islamophobie-Rakete nicht gezündet hat.

28.03.2017 14:19:11 [Schweizerzeit]
Die scheinlebendige EU
Fester Bestandteil von Wahlen sind heutzutage Umfragen, Voraussagen. Sind EU-Gegner dabei, geschieht – aus purlauterer Angst – immer etwa dasselbe: Die Wahlumfragen sagen den EU-Gegnern Wochen vor der Wahl einen kapitalen Sieg voraus. Wie kürzlich in Holland. Zwar ist es in wohl verankerten Demokratien äusserst selten, dass in einem Vielparteien-System eine einzige Partei innert vier Jahren von einem Resultat so um einen Sechstel aller Stimmen kometenhaft aufsteigt und gleich mehr als die Hälfte der Stimmen – also allein die absolute Mehrheit – erringt. Aber voraussagen kann man solches Angstszenario trotzdem – als wohl kalkuliertes Element im laufenden Wahlkampf.

  
28.03.2017 12:32:21 [RT Deutsch]
Die Grünen: Ein Ausrutscher im Saarland oder Abwärtstrend im Bund?
Seitdem Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD ernannt wurde, sind die Umfragewerte der Grünen rückläufig. Zwar konnte die SPD den Schulz-Effekt im Saarland nicht in einen Sieg ummünzen, doch der wahre Verlierer der Wahlen sind die Grünen. Es gibt einen alten FDP-Witz, den man nach der Wahl im Saarland auch schadenfroh auf die Grünen anwenden kann: "Was haben Jever Pilsener und die FDP gemeinsam? Antwort: Beide liegen unter fünf Prozent". Der Schachzug der SPD mit der Ernennung von Martin Schulz zum Spitzenkandidaten scheint vor allem bei den Grünen gewirkt zu haben. Im negativen Sinne. Aktuelle Umfragen zur Bundestagswahl verorten sie bei gerade mal sieben bis neun Prozent.

28.03.2017 12:27:41 [Seniora]
Ist die Demokratie noch zu retten?
Schon seit geraumer Zeit ist die Demokratie zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Die Abstimmungen der Franzosen und der Niederländer über den Verfassungsvertrag der Europäischen Union im Jahr 2005, die Abstimmung der Griechen über die Maßnahmen der Europäischen Union im Jahr 2015, der Umgang mit Wahlergebnissen wie dem in den USA – es gibt politische Kräfte, die all dies und noch viel mehr nicht akzeptieren wollten und wollen und alles daran gesetzt haben und daran setzen, den Mehrheitswillen der jeweiligen Bürgerschaft aus den Angeln zu heben. Sie nutzen dazu alle ihre Mittel und haben dabei wohl keinerlei Skrupel.

28.03.2017 11:00:05 [Geolitico]
SPD täuschte bei der Pkw-Maut
Erst war die SPD dagegen, dann hat sie der Pkw-Maut doch zugestimmt. Wieder einmal macht sie Politik gegen die Kleinen Leute – und Willy Brandt rotiert im Grab.

28.03.2017 08:24:09 [Post von Horn]
Schulz an der Saar rasiert
Die SPD kämpft – vor allem mit sich. Ihre Spitzenfunktionäre wählten Schulz mit 100 Prozent zum Parteichef. Sie taten sich und ihm einen Tort an. Die Höchstmarke suggeriert Geschlossenheit, die es nicht gibt. Sie weckt Erwartungen, die kaum zu erfüllen sind. Sie setzt den Parteichef unter Erfolgsdruck. Jedes Abweichen von dieser Maßgabe wird zwangsläufig als Misserfolg verstanden, wie die Reaktionen auf die Saarwahl zeigen.
 Arbeit, Soziales, Gesellschaft, Bildung (6)
  
28.03.2017 14:21:55 [Seniorenaufstand]
Sinkendes Rentenniveau – die ganze Wahrheit nach Steuerabzug
Die zunehmende nachgelagert Besteuerung wird das Nettorentenniveau um weitere 9% absenken. Bekannt ist: das Rentenniveau (netto vor Steuerabzug) sinkt. Von 2000 bis 2015 ist es von 53% auf 47,6% gedrückt worden. Es wird bei unveränderten Gesetzen im Jahr 2030 auf ca. 44% bis 43% gesunken sein. Die Absenkung beträgt also über einen Zeitraum von 30 Jahren ca. 20%. Sie ist tatsächlich aber noch deutlich höher. Dafür wird die zunehmende Besteuerung der Renten sorgen. Vorsichtig gerechnet sinkt das Rentenniveau bei dem sogenannten Eckrentner noch einmal um weitere 9%. Reales Nettoeinkommen ist das, was ich auf meinem Konto oder in meinem Portmonee zur Verfügung habe. Das Rentenniveau wird aber seit 2005 mit „netto vor Steuern“ angegeben.

  
28.03.2017 12:40:30 [Junge Welt]
Streik nach der Wahl
Beschäftigte von zwölf saarländischen Krankenhäusern legten Arbeit nieder, um für Entlastung zu demonstrieren – und Parteien an Versprechen zu erinnern. Die Bewegung für Entlastung an Saarlands Krankenhäusern geht auch nach der Landtagswahl vom Sonntag weiter. Am Montag legten rund 600 Beschäftigte aus zwölf Kliniken die Arbeit nieder und demonstrierten vor dem Saarbrücker Landtag. Schon um fünf Uhr früh waren 50 ver. di-Aktive aus den Krankenhäusern zum Flughafen gekommen, um den Spitzenkandidaten der Parteien auf dem Weg nach Berlin »Vergissmeinnicht«-Samen zu überreichen. »Wir wollten klarmachen: Egal wo ihr hinfahrt, wir sind schon da und erinnern euch daran, dass die Pflege Entlastung braucht«, erläuterte ver.di-Sekretär Michael Quetting am Montag auf jW-Nachfrage.

28.03.2017 12:34:08 [Finanzmarktwelt]
Arbeitsagentur-Chef schlägt 100% subventionierte Jobs für Langzeitarbeitslose vor
Die Sache hat einen Haken. So wie auch das Bedingungslose Grundeinkommen zunächst verführerisch wirkt, so bringt es doch in der Praxis ganz reale Probleme mit sich. Genau so ist es mit dem ganz frischen Vorschlag, den der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise gegenüber der SZ geäußert hat. Langzeitarbeitslose sollte man nicht länger in „akademische Schulungsprogramme“ (die berühmen „Maßnahmen“) stecken, sondern ihnen lieber einen staatlich subventionierten Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose schaffen. Man solle also Jobs schaffen, die zu 100% vom Steuerzahler bezahlt würden. Logisch wäre es dann, dass diese Jobs 1:1 dem jetzigen Hartz4-Satz zuzüglich Wohnkosten entsprechen.

  
28.03.2017 09:00:37 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Ende des Tarifstreits an den Berliner Flughäfen
Der Tarifkonflikt beim Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen ist beigelegt. Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi hätten sich am frühen Dienstagmorgen auf einen Tarifkompromiss geeinigt, teilte die Gewerkschaft mit. Der Tarifkompromiss beinhaltet demnach eine Laufzeit des Vertrages über drei Jahre und ein Volumen von etwa 14 Prozent. Die Stundenlöhne werden in vier Schritten bis 2019 erhöht, in einigen Vergütungsgruppen bis zu 1,90 Euro. Auch beim Tarifvertrag gebe es diverse Verbesserungen, die Verdi gefordert habe. Vor allem sei es gelungen, den Flächentarifvertrag zu erhalten, hieß es.

28.03.2017 08:19:37 [Hinter den Schlagzeilen]
Manche sind eben gleicher als Andere!
Eine der hartnäckigsten und im negativen Sinn folgenreichsten Ungerechtigkeiten unseres Wirtschaftssystems wird so gut wie nicht beachtet. Die Grünen interessiert es nicht, SPD-Messias Martin Schulz interessiert es nicht, und auch die Linke hat das Thema bisher nicht für sich entdeckt. Von neoliberalen Betonköpfen ganz zu schweigen. Wahrscheinlich haben auch Sie über dieses Thema noch nie nachgedacht. Dabei ist es ganz einfach: Lohn- und Rentenerhöhungen werden in Prozenten berechnet. Das heißt im Klartext: Bedürftige bekommen nicht etwa mehr Geld als Leute, die sowieso schon in Geld schwimmen. Bedürftige bekommen auch nicht das gleiche wie Reiche (z.B. jeder 100 Euro mehr pro Monat) – nein: Bedürftige bekommen WENIGER als ihre wohlhabenden Mitbürger. So öffnet sich die sattsam bekannte „Schere“ zwischen Arm und Reich immer weiter – und keiner beschwert sich. Warum eigentlich nicht?

28.03.2017 06:37:01 [Blog Abeit-Wirtschaft]
Höchste Zeit für eine lohnpolitische Trendwende in Europa
Bis zum Ausbruch der Krise 2008/2009 war die Lohnentwicklung in Europa von einem mehr oder weniger starken Reallohnzuwachs gekennzeichnet. Seitdem registrieren viele EU-Länder stagnierende oder sogar fallende Reallöhne, verursacht insbesondere durch das auf interne Abwertung beruhende Krisenmanagement. Trotz der dynamischeren Mindestlohnentwicklung in den letzten beiden Jahren sind die Mindestlöhne in vielen EU-Ländern nach wie vor zu niedrig, um den Niedriglohnsektor zu verringern und Arbeitsarmut zu bekämpfen. In unserem neuen Bericht „Benchmarking Working Europe 2017“ liefern wir nicht nur die diesbezüglichen Fakten, sondern zeigen auch die Notwendigkeit für eine lohnpolitische Trendwende als Teil einer generellen makro-ökonomischen Umorientierung hin zu einem lohngetriebenen Wachstumsmodell auf.
 Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Oel, Atomkraft, Atomenergie, Klima, Agrarwirtschaft, Gentechnik (3)
  
28.03.2017 12:30:01 [Eike]
Ist das der Anfang vom Ende des Klima­irrsinns und der Energie­verteufelung?
Über 300 Wissenschaftler, sowie manche Politiker, und viele Gäste aus dem Ausland, verfolgten über gut 1 ½ Tage, prall mit Vorträgen und anspruchsvollen Diskussionen gefüllt, die neuen Möglichkeiten und Notwendigkeiten, die sich mit der, für viele doch überraschenden Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten der USA, ergeben. Rund 30 Redner informierten die Versammelten in tlw. separaten, parallel geführten Vorträgen und Diskussionsrunden über die neuesten Erkenntnisse der Klimawissenschaften, aber auch bisher Bekanntes wurde wiederholt, in neuen Zusammenhang und damit erneut zur Diskussion gestellt.

  
28.03.2017 08:11:40 [Neues Deutschland]
AKW Brokdorf setzt Rost an
Das Atomkraftwerk Brokdorf bleibt weiter vom Netz. Nach dem Fund von auffällig dicken Oxidationsschichten auf Brennelementen vor einigen Wochen hatte die Atomaufsicht des Landes Schleswig-Holstein das Wiederanfahren untersagt und damit Streit mit dem Betreiber PreussenElektra provoziert. Der Reaktor ist aktuell aber auch Zankapfel im politischen Diskurs, wie eine Landtagsdebatte in Kiel am Donnerstagnachmittag zeigte. Eigentlich besitzt der Meiler laut dem Atomausstiegsbeschluss von 2011 noch eine garantierte Laufzeit bis Ende 2021. Doch nicht zuletzt die aktuellen Schwierigkeiten befeuern eine Diskussion, die nukleare Stromproduktion von der Unterelbe schon früher zu beenden.

28.03.2017 06:39:29 [Die kalte Sonne]
Klimamodelle auf dem Prüfstand
Klimamodelle wurden vor zwanzig Jahren als der große Durchbruch gefeiert. Endlich konnte man die Realität im Computer nachvollziehen. Immer größer und schneller wurden die Rechner. Man glaubte fest daran, dass man nur noch i-Tüpfelchen justieren müsste und kurz vor dem Ziel war. Als dann aber die Rechenergebnisse mit der Realität verglichen wurden, ergaben sich riesige unerklärliche Diskrepanzen. Parallel dazu erarbeiteten Paläoklimatologen eine immer robustere Rekonstruktion des realen Klimaverlaufs, was die Probleme sogar noch offensichtlicher machte. Im Monatsabstand erscheinen heute Papers, die auf die schwerwiegenden Probleme der Klimamodellier hinweisen. Tests werden bevorzugt in der Mitte der Kleinen Eiszeit um 1800 begonnen, da dann die Erwärmung der letzten 200 Jahre so schön zum CO2-Anstieg passt. Geht man dann aber auf die letzten 1000 Jahre zurück, versagt die Technik.
 Hintergrund, Debatte, Diskussion, Meinung, Ansichtssache (5)
  
28.03.2017 20:57:59 [Helmut Muellers Klartext]
Dirk Müller hat die Schnauze voll. Nicht nur er.
Gibt es heute noch einen normal empfindenden und bestens informierten Menschen, dem nicht schon beim bloßen Gedanken an die Zustände in Staat und Gesellschaft und in der Welt überhaupt, an die dreisten Lügen und Betrügereien und die in sämtlichen Bereichen verursachten brandgefährlichen Verwerfungen die Galle hochkäme? Den einen oder anderen fällt es gewiss bereits schwer, nicht die Hoffnung aufzugeben, dass bei den dafür Verantwortlichen, gerade trafen sie sich bei Champagner und Kaviar in Rom, Weisheit und wahre Kultur noch obsiegen. Dirk Müller, Börsenmakler, gehört zu jenen, die des Unzumutbaren wegen gehörig empört sind. Es reicht ihm, ja, er hat regelrecht die Schnauze voll, aber er gibt deshalb noch nicht auf, hoffentlich.

28.03.2017 19:57:04 [Einartysken]
Erschießt den Boten – die letzte Bastion unabhängigen Denkens
Die MSM Falschmeldungen sind jetzt die Norm. Alle Medien schützen die Lügen über den Globalen Krieg gegen den Terrorismus. Statt die lange erwiesene Wahrheit zu berichten, dass die Terroristen im Nahen Osten und darüberhinaus, besonders in Syrien, imperiale Anhängsel und westliche Stellvertreter sind, benutzt und manipuliert, um ein Land nach dem andren zu zerstören, schützen die MSM die engen Interessen einer Kabale internationaler Kriegsverbrecher und ihrer hohlen Strohmänner politischer Vertreter.

28.03.2017 17:03:53 [Friedensblick]
Der tiefe Staat in Deutschland
Der Ausdruck „tiefer Staat“ umschreibt demokratisch nicht legitimierte Macht- und Entscheidungsstrukturen in Behörden und Parteien, über deren Existenz die Öffentlichkeit nicht informiert ist. Gewählte Politiker fungieren lediglich als Marionetten, Untersuchungsausschüsse als Feigenblätter. Ganz egal, welche der Parteien an der Macht ist, die bestehende Politik ändert sich nicht und wird von den Medien als alternativlos dargestellt.

  
28.03.2017 11:05:02 [Querdenkende]
USA: Twittergewitter sorgen für weitere mediale Ablenkung
Viel Rauch um nichts im Weißen Haus? Kaum ein US-Präsident geriet dermaßen häufig in die Schlagzeilen der Medien, Donald Trump wird auf Schritt und Tritt beobachtet, kostet die Steuerzahler tagtäglich eine Riesenstange Geld aufgrund der weitverzweigten Familieneskapaden, wobei obendrein dessen Führungsstil per Twittergewitter für weitere mediale Ablenkung sorgen. Etwa viel Rauch um nichts im Weißen Haus?

28.03.2017 08:09:09 [Blauer Bote]
White Helmets
Nun ist es ja nicht so, dass die Schandtaten der mit der Al Qaida verbundenen und 2013 von einem westlichen Militärdienstleister – früher sagte man wohl wohl Söldnerchef – gegründeten Weißhelme (White Helmets) in Syrien, nicht bekannt wären. Unzählige Belege liegen dafür vor. Diese interessieren die westlichen Politiker und Medien aber nicht im Geringsten.
 Wissenschaft, Technik, Forschung, Weltraum, Astronomie (1)
  
28.03.2017 15:41:45 [Spektrum]
Was stört die Planetenbildung?
Wenn ein neuer Stern entsteht, so umgibt ihn zunächst eine gewaltige Scheibe aus Gas und Staub – die so genannte protoplanetare Scheibe. In dieser bilden sich in relativ kurzer Zeit Planeten, indem das Material miteinander verklumpt und wächst. Wie wir mittlerweile wissen, entwickelten sich so neben der Sonne und ihren Begleitern noch viele andere Planetensysteme. Nun fanden Forscher aber heraus, dass bereits relativ massearme Nachbarsterne mit ihrer Strahlung dazu beitragen können, dass Teile einer protoplanetaren Scheibe verdampfen.
 Gesundheit, Gesundheitswesen, Gesundheitspolitik, Ernährung, Medizin (1)
28.03.2017 15:38:41 [Gewerkschaftsforum]
Krankenhaus statt Fabrik
Krankenhäuser sollen Einrichtungen der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge sein. Seit dreizehn Jahren gilt für deutsche Krankenhäuser das Abrechnungssystem der Fallpauschalen (engl. Diagnosis Related Groups, DRGs). Schon bei Einführung dieses Systems warnten viele Kenner des Gesundheitswesens vor dramatischen Fehlentwicklungen in den Krankenhäusern. Zehn Jahre später wissen wir: Die Warnungen waren berechtigt. In den Krankenhäusern herrschen Personalnot, Über-, Unter- und Fehlversorgung. Bei den Entscheidungen über Behandlungen und Dauer des Krankenhausaufenthaltes wird nicht allein nach medizinischen Kriterien entschieden, sondern immer deutlicher danach, was sich gewinnbringend abrechnen lässt. Immer mehr Krankenhäuser werden privatisiert.
 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Bücher, TV, Fernsehen, Film, Musik, Spiele (4)
  
28.03.2017 20:53:48 [Spiegel Online]
Zum Tod von Christine Kaufmann
Kinderstar der Nachkriegszeit, Schauspielerin in Hollywood, Talkshow-Rednerin: Egal, was Christine Kaufmann machte, sie entfaltete eine magische Anziehungskraft. Ein Nachruf: Diese Frau hat auf sympathische, sehr erfrischende Art einen an der Waffel - das war der Eindruck, den man von Christine Kaufmann haben konnte, wenn man sie vor allem durch ihre vielen Talkshow-Auftritte kannte. Ihr Augenaufschlag, ihr glasklarer Blick und das heitere Lächeln, mit denen sie in den vergangenen 25 Jahren ihre Ausführungen über Sex und Liebe, ihren Plan für das Leben nach dem Tod und ihre Ansichten zu gefühlt mindestens 300 anderen Themen verkündete, machten sie zu einer dauerstrahlenden und ein bisschen außerirdischen Erscheinung im deutschen Fernsehen.

  
28.03.2017 14:16:48 [Junge Welt]
Stutzflügel, erzähl!
Geschichten von Glamour und Selbsthass: Das Album »Room 29« von Jarvis Cocker und Chilly Gonzales. Schön, Chilly Gonzales und Jarvis Cocker machen gemeinsame Sache. Und das seit mittlerweile fünf Jahren. In großen zeitlichen Abständen gingen sie immer mal wieder für ein, zwei Tage in Paris ins Studio, um einen »Liederzyklus aus dem 19. Jahrhundert«, wie sie ihr gemeinsames Album halb ernst nennen, aufzunehmen. »Room 29« heißt das live und ohne Overdubs eingespielte Werk. Man kann, nein, man soll sich zurücklehnen oder hinlegen, zuhören, ruhig ein bisschen nostalgisch werden, träumen. Temperamentvoll ist keines der 16 Stücke, sie bestehen aus relativ unkomplizierten, mitunter von Satie, Brahms, Hollywood-Filmmusiken der 30er und neoklassischer Lounge-Musik inspirierten, angemessen zärtlich hingetupften Klaviermelodien, Ouvertüren und Reprisen sowie dem auffallend nuancierten Sprechgesang Jarvis Cockers.

  
28.03.2017 11:15:41 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Schauspielerin Christine Kaufmann ist gestorben
Die Schauspielerin Christine Kaufmann ist tot. Sie starb in der Nacht zu diesem Dienstag im Alter von 72 Jahren, wie ihr Management mitteilte. Zuletzt hatte sich die Familie sehr besorgt über den Gesundheitszustand der erkrankten Künstlerin geäußert. Christine Kaufmann war ein Kinderstar: Geboren am 11. Januar 1945 in Lengdorf in der Steiermark als Tochter eines ehemaligen deutschen Offiziers und einer französischen Maskenbildnerin wurde sie als Siebenjährige in die Ballettschule des Theaters am Gärtnerplatz aufgenommen. 1952 wechselte sie zum Bayerischen Staatsopernballett, und 1953 wurde sie von Regisseur Viktor Tourjansky für den Zirkusfilm „Salto mortale“ entdeckt.

  
28.03.2017 06:35:26 [Junge Welt]
Folgenschwerer Kompromiss
Geschichte: Vor 70 Jahren stimmten die italienischen Kommunisten der Aufnahme des mit Mussolini geschlossenen Konkordats in die Verfassung der neuen Republik zu. Die Debatte über die Ausarbeitung der Verfassung der Italienischen Republik fand im Vorfeld des Kalten Krieges statt, den US-Präsident Harry Truman mit seiner berüchtigten Doktrin der »Eindämmung des Kommunismus« (»Containment«) am 12. März 1947 einläutete. Der starke rechte Flügel der Democrazia Christiana (DC) hatte sich wie auch die Liberalen von dem während des antifaschistischen Befreiungskrieges gegen Hitlerdeutschland verkündeten Ziel, eine antifaschistisch-demokratische Nachkriegsordnung zu errichten, losgesagt. Ihr führender Repräsentant, Premier Alcide De Gasperi, beugte sich dem von der katholischen Kirche und Washington vorgegebenen Kurs und schaute im Dezember 1946 tatenlos der Wiedergründung der faschistischen Partei Benito Mussolinis in Gestalt des Movimento Sociale Italiano (MSI) zu.
 Sport (7)
  
28.03.2017 18:32:57 [TAZ]
Fußball-Projekt in Palästina gestoppt: Auftrag zur Konfrontation
Der Deutsche Olympische Sportbund verkündet Bemerkenswertes. Weil „sich nicht alle Partner zu den hohen Werten des Sports bekennen“, teilt DOSB-Sprecherin Ulrike Spitz der taz mit, habe sich die deutsche Seite entschieden, ein noch vor wenigen Wochen angekündigtes Projekt zur Förderung des palästinensischen Fußballs zu verlassen: Man hat sich „als DOSB daraus zurückgezogen“. Mit 400.000 Euro, die vom Auswärtigen Amt kommen, sollte sich der deutsche Trainer Gert Engels zwei Jahre lang um die Professionalisierung des Fußballs im Westjordanland und im Gazastreifen kümmern. Dieses Projekt hat der DOSB nun „neu bewertet“. Sprich: Daraus wird nichts.

  
28.03.2017 15:35:23 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Fünfzig Prozent Zuschlag für die Fifa-Chefs?
Trotz fehlender Sponsoren und eines abermaligen Verlustes – für das Jahr 2016 von absehbar mehreren Hundert Millionen Dollar – wollen sich die Topfunktionäre des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa) ihre Vergütung erheblich erhöhen. Nach Informationen der F.A.Z. existiert ein interner Plan, die Zahlungen an die Mitglieder im Fifa-Rat per anno um 50 Prozent anzuheben – von 300.000 auf 450.000 Dollar. Auf Anfrage dementierte die Fifa die Zahlen nicht und bestätigte, dass in kommenden Sitzungen „Angelegenheiten zur Entschädigung“ besprochen würden. „Die Vergütungskommission wird die vergangene und zukünftige Entschädigungspolitik der Fifa erörtern – das Ziel ist, Vorschläge für die Ratifizierung durch den Fifa-Rat vorzulegen.“

  
28.03.2017 14:15:05 [Spielverlagerung]
Deutschlands Start ins Länderspieljahr 2017
Einige exemplarisch herausgegriffene Schlaglichter auf die zwei sehr unterschiedlichen Partien gegen England und Aserbaidschan. Mit zwei Siegen ist die deutsche Fußballnationalelf im Großen und Ganzen erfolgreich ins Jahr 2017 gestartet. Es waren zwei Begegnungen, die – wie man immer so zu sagen pflegt – unterschiedlicher kaum sein könnten – ob vom Personal her, von den stark durch den Gegner bestimmten strategischen Gegebenheiten oder überhaupt vom Rahmen her. Das Test- war sogar ein emotionsbeladenes Abschiedsspiel, die anschließende Pflichtpartie lag schon vorher in der Schublade Pflicht- und entpuppte sich letztlich als Arbeitssieg. Eigentlich mag man da keine besonders günstigen Voraussetzungen sehen, um diese zwei Partien harmonisch in einem Gesamtartikel abzuhandeln.

  
28.03.2017 14:12:04 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Der Aufstand der Fußballfans
In Deutschland wird darüber diskutiert, ob künftig Investoren Fußballklubs übernehmen dürfen. In England kann man besichtigen, welche Folgen das hat. Im Rückblick gab es schon früh Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Doch als Francesco Becchetti, schwerreicher Unternehmer und Besitzer des Londoner Fußballklubs Leyton Orient, den Trainer in den Hintern trat, obwohl die Mannschaft gerade mit 3:2 gewonnen hatte, da dachten sich die Fans noch nichts dabei. Auch als die albanische Regierung wegen angeblichen Betrugs und Geldwäsche Becchettis seine Auslieferung forderte, wurde niemand im Umfeld des Klubs misstrauisch. Der Mann sei halt ein exzentrischer Filou. Kein Grund zur Sorge, redeten sie sich ein. Heute sieht das anders aus.

  
28.03.2017 11:11:42 [Racingblog]
Formel Eins: Was wissen wir nach dem ersten Rennen?
Ein Ferrari-Sieg, eine frustrierte Mercedes-Mannschaft, ein sehr verärgerter Fernando Alonso. Das erste Rennen der Saison 2017 brachte ein paar Erkenntnisse. Man sollte sich hüten, zu viel aus einem Rennen zu lesen, zumal die Strecke in Australien nicht gerade typisch für die Formel Eins ist. Wenig schnelle Kurven, ein Asphalt, der sehr nett mit den Reifen umgeht, und kaum Möglichkeiten, um überholen zu können. Dennoch lieferte das Rennen ungefähr die Ergebnisse, die man nach dem Test in Barcelona erwarten konnte. Welche Erkenntnisse kann man aus dem Rennen ziehen?

  
28.03.2017 11:09:44 [Schachblog: Berührt, geführt]
Hat Wei Yi keine Lobby?
Schach: Wei Yi ist siebzehn, der stärkste Junior der Welt und schon in den Top dreißig. Dass er „erst“ 2725 Elopunkte hat, liegt nur daran, dass er gelegentlich Opens spielen muss und sich dabei öfter Gegnern zu erwehren hat, die stärker als ihre Rating und überaus zufrieden mit einem Remis gegen ihn sind. Einladungen zu Weltklasseturnieren hat der vielleicht künftige Weltmeister nämlich so gut wie keine. Seit Donnerstag läuft eines in der südchinesischen Wirtschaftsmetropole Shenzhen. Doch nicht einmal im eigenen Land ist Wei mit von der Partie. Hat der Junge denn keine Lobby? Magnus Carlsen konnte sich in dem Alter vor Einladungen kaum retten. Dabei hat sich der heutige Weltmeister damals bei seinen ersten Weltklasseturnieren vergleichsweise nicht so gut geschlagen wie Wei.

  
28.03.2017 06:33:19 [N-TV]
Das gefährliche Leben für die perfekte Welle
Sie ist 500.000 Tonnen schwer, 70 km/h schnell und rollt mit ihrer vollen Naturgewalt auf Sebastian Steudtner zu. Der Surfer erlebt die Momente sehr bewusst, wenn eine Mega-Welle näher und näher kommt. "Das ist so, als würde ein Berg auf mich zurasen", erzählt der 31-Jährige im Gespräch mit n-tv.de. "Dann merke ich, wie klein und unbedeutend wir Menschen sind und wie prachtvoll, groß und krass die Natur ist. Es ist ein großartiges Gefühl, daran teilhaben zu können." Steudtner ist ein sogenannter Big Wave Surfer. Er reitet die größten Wellen überhaupt. Sie haben eine Höhe von über 20 Metern und sind lebensbedrohlich. Ein klitzekleiner Moment der Unaufmerksamkeit genügt und Steudtner würde die Ideallinie verlassen, vielleicht sogar auf dem rauen Wasser das Gleichgewicht verlieren.
 Termine, Veranstaltungen, Aktionen, Petitionen, Alternative Projekte (1)
28.03.2017 08:15:40 [LobbyControl]
Aktion: Die Macht der Reichen aufdecken
Wie hängen Reichtum und politischer Einfluss miteinander zusammen? Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung ergab, dass sich der Bundestag bei seinen Entscheidungen vor allem an den Interessen der Wohlhabenden orientiert. Das schwächt die Demokratie und müsste dringend öffentlich diskutiert werden. Doch das Kanzleramt drückte stattdessen eifrig auf die Löschtaste und entfernte den brisanten Befund fast vollständig aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Wir finden: Das geht gar nicht! Wir fordern die Kanzlerkandidaten von CDU und SPD auf, sich dem Thema endlich konsequent zu stellen.
 Die gute Nachricht (2)
  
28.03.2017 18:44:36 [RT Deutsch]
Eine neue schwedische Agentur gegen Rassentrennung
Als "besonders empfindliche Gegenden" werden diejenigen vergessenen Orte in den schwedischen Großstädten bezeichnet, die zu sozialen Brennpunkten geworden sind und das kleine nordische Land international in ein schlechtes Licht rücken. Seit Donald Trumps Aussage "Look, what happened last night in Sweden" blickt die internationale Presse intensiver auf das kleine Schweden. Sie suchte und fand oder beschwichtigte. Durch die Welt gingen Bilder von Krawallen, Schießereien, durch Steine werfende Schüler unterbrochenen Schulbetrieb und Problembezirke. Nun unternimmt die schwedische Regierung einen Schritt gegen die vermeintliche "Rassentrennung" in ihrem Land, in der sie die Ursache der derzeitigen Probleme sieht.

  
28.03.2017 11:23:52 [NDR]
Ideenreich gegen das Ladensterben ankämpfen
Immer mehr kleine, inhabergeführte Läden in den Städten müssen schließen. Der Grund ist altbekannt: zu hohe Mieten, wachsende Konkurrenz aus dem Onlinehandel, große Filialketten. Zum Teil hat das fatale Konsequenzen für das Stadtbild. Auch auf dem Land gibt es Schwund. In den kleinen Orten finden sich kaum noch Lebensmittelläden, Postfilialen, Bäcker und andere nützliche Geschäfte. Die großen Discounter verdrängen die lokale Infrastruktur. Mit viel Einsatz setzen sich aber in einigen Orten Menschen dafür ein, ihre Dorfläden zu retten. Die "NDR Info Perspektiven" mit Reportagen aus der Stadt und vom Land.
 Satire, Kolumne, Glosse, Humor, Kabarett (2)
  
28.03.2017 21:08:45 [QPress]
Super-Schulz gib Deutschland Sinn des Lebens zurück
Martin Schulz ist ein großer kleiner Mann. Bisher haben die wenigsten seine Heiligkeit erkennen können. Noch viel weniger wissen gerade die Deutschen, dass ausgerechnet er ihnen im Jahre 2014 den Sinn des Lebens zurückgegeben hat. Dem eiligen St. Martin kann gar nicht genug gedankt werden, dass nach Jahrzehnten der Irrungen und Währungen, das neue Deutschland nebst der Deutschen in vierter Generation nach dem Holocaust, endlich den Sinn des Lebens wiedererlangt hat.

28.03.2017 14:09:03 [Der Ueberflieger]
Streit der Grünen beendet – Alexander van der Bellen wird neuer Bundesparteiobmann
(Satire): Der Bundespräsident für alle in Österreich lebenden Menschen, hat sich in den Streit der Grünen, im wahrsten Sinne des Wortes erfolgreich, als Vermittler eingeschaltet. Damit es nicht zum endgültigen Zerwürfnis der verschiedensten Strömungen innerhalb der Partei kommt, hat sich Alexander van der Bellen selbst zum neuen Bundesparteiobmann erkoren und Frau Eva Glawischnig ihres Amtes enthoben.
 Regeln
Hier veröffentlichte Artikel dürfen Grundgesetz, Völkerfrieden und Religionsfreiheit nicht in Frage stellen oder diesen zuwiderlaufen.

Die Verantwortung für Inhalte verlinkter Publizierungen liegt ausschließlich bei den jeweiligen Medienanbietern.

Impressum
 Netz

SPONSOR


Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

Goldcharts

Silbercharts

DAX



Kursanbieter: L&S RT, RTFX Forex Trading