Net News Express

 
       
1487739660    
 Aktuell: letzte 10 Meldungen
  
21.02.2017 22:03:29 [Ausgestrahlt]
Ausstieg – aus den Kosten
Gute, schlechte und absurde Fakten zum Deal zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen zu den Atom-Folge-Kosten, zum Verfassungsgerichtsurteil zum Atomgesetz und zum Wegfall der Brennelemente-Steuer. Das Bundesverfassungsgericht hat am 6. Dezember über die Klage von RWE, Eon und Vattenfall gegen die Verkürzung der AKW-Laufzeiten nach Fukushima entschieden. Viele Medien meldeten, die Konzerne hätten Recht bekommen und der Staat müsse ihnen Entschädigung zahlen. Dabei hat das Gericht eindeutig bestätigt, dass die Regierung AKW abschalten darf. Lediglich in „Randbereichen“, nämlich bei zwei AKW, stehe den Betreibern ein geringer Ausgleich zu.

  
21.02.2017 22:01:00 [Eike]
Die versteckten Agenden von Nachhaltigkeits-Illusionen
Absurde, unpraktikable Nachhaltigkeits-Vorschriften sind tatsächlich ein Rezept für Kontrolle durch die Regierung. Nachdem Präsident Trump die Bedeutung der Politik zu Klimawandel und anti-fossiler Energie deutlich heruntergestuft hatte, richten viele Umweltaktivisten die Aufmerksamkeit jetzt auf „nachhaltige Entwicklung“. Genau wie der „gefährliche, vom Menschen verursachte Klimawandel“ reflektiert der Begriff Nachhaltigkeit das geringe Verstehen hinsichtlich grundlegender Prinzipien von Energie, Ökonomie, Ressourcen-Ausbeutung und Produktion – sowie eine Tendenz, Tautologien und theoretische Modelle als eine Alternative zu empfehlen für schon jetzt zu beobachtende Beweise in der realen Welt.

21.02.2017 21:57:51 [Aktuelle Sozialpolitik]
Immer mehr bestimmte Väter mögen zeitweise das Elterngeld
Sozialpolitische Anmerkungen zu einer selektiven Geldleistung. Das sind Botschaften, die das Herz moderner Familienpolitiker höher schlagen lässt: "Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an", so das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 15. Februar 2017. Der können wir entnehmen: »Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 %), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht.« Die markante Entwicklung nach oben kann man auch an diesem Vergleich ablesen: »Bei den im zweiten Quartal 2008 geborenen Kindern war es bundesweit noch jedes fünfte Kind (20,5 %) gewesen, für das der Vater Elterngeld in Anspruch nahm.«

21.02.2017 21:55:41 [Telepolis]
Sicherheitspolitik: Polen und das Misiewicz-Problem
Scharenweise haben bereits Offiziere wegen des 26-jährigen exzentrischen Sprechers des Verteidigungsministers verlassen, der In der PiS-Partei über viel Insiderwissen verfügen soll. Das Verteidigungsministerium gilt in Polen als die am meisten umstrittene Dienststelle. Ihr Chef Antoni Macierewicz duldet keinerlei Widerspruch und erträgt nur loyale Mitarbeiter. Bereits 30 Generäle (davon die höchststehenden mit NATO-Erfahrung) und 250 Oberste haben die polnischen Streitkräfte seit Regierungsbeginn der Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) freiwillig und unfreiwillig verlassen.

21.02.2017 21:53:01 [IPG - Internationale Politik und Gesellschaft]
Beste Globalisierungsfreunde?
Chinas und Deutschlands demonstrierte Einigkeit trügt, Interessenkonflikte sind programmiert. In jüngster Zeit hat sich die Bundesregierung wiederholt veranlasst gesehen, den Freihandel zu verteidigen. Chinas Präsident Xi Jinping hielt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein gleichlautendes Plädoyer. Inwiefern bestehen hier gemeinsame Interessen? Als die beiden größten Exportnationen der Welt gelten China und Deutschland als die Gewinner der handelspolitischen Globalisierung der letzten Jahrzehnte. US-Präsident Trumps erklärte „America first“-Leitline mit der Aufkündigung von Freihandelsabkommen, der Androhung von Strafzöllen und seine jüngst wiederholten Vorwürfe, dass sich beide Länder Wettbewerbsvorteile durch Währungsmanipulation verschafft hätten, hat die Regierungen in Berlin und Peking alarmiert.

  
21.02.2017 21:50:06 [Kritisches-Netzwerk]
Turkmenistan: Willkommen im Amt, Präsident Berdymuchamedow!
Berdymu....was? Ja, man sollte es nicht meinen, aber nicht nur in Deutschland wurde ein Amt neu besetzt. Ebenso wurde am vergangenem Sonntag in Turkmenistan ein neues Staatsoberhaupt gewählt – und das direkt vom Volk! Gurbanguly Berdymuchamedow bekleidet das Amt des Staatspräsidenten und Regierungschefs in Personalunion und wurde mit sagenhaften 97,7% der Stimmen wiedergewählt.

  
21.02.2017 21:48:41 [European Deep State]
The Pussyhats‘ dangerous carelessness
Videos from a protest in New York show how leftists and Muslims both pause to several „Allahu Akbar“ cries. This is more than at the Women’s March in Berlin, Germany where a woman on the stage suddenly yelled „Allahu Akbar“ two times. So the real agenda gets more and more clear without revealing too much to those who still follow it. While President Trump was called a liar as he pointed at the situation in Sweden violence errupted in the once peaceful Skandinavian country. It is still most important that Sweden has a „feminist government“ which is not worried about the rising rape rate and willing to wear a Hijab when visiting Iran.

21.02.2017 20:08:19 [Egon W. Kreutzer]
Die Antipoden
Zwei Männer bestimmen die Schlagzeilen in den deutschen Medien. Der eine wird in den Himmel gehoben, der andere zur Sau gemacht. Betrachtet man die Lebensgeschichten von Donald Trump und Martin Schulz gibt es da zwar keine wirklichen Übereinstimmungen, aber die dunklen Flecken auf den weißen Westen hinterlassen ein ähnliches Muster und aus größerer Entfernung verschmelzen sie zu einem nahezu identischen Helligkeitswert. Was also steuert die Wahrnehmung und die Wertung? Von Donald Trump heißt es, er habe eine unmögliche Frisur, und man könnte meinen, die Frisur eines Menschen gäbe Aufschluss über seine Zurechnungsfähigkeit. Schaut man genauer hin, hat Donald Trump eine Frisur, die im Grunde völlig normal ist und von jedem anderen so getragen werden könnte, ohne dass man ihn deswegen mit Häme überschütten würde.

  
21.02.2017 20:06:26 [Querdenkende]
Leben im Nebel
Es gab und gibt diese Erkenntnisse, dieses Wissen und Lösungen, damit der Mensch das Leben des anderen nicht nur im Dunst von „nicht riechen können“ leben kann. Dafür ist Offenheit für anderes die erste Prämisse, dafür ist eine auf Verständnis ausgelegte Sprachkommunikation nötig und schließlich aber auch die Erkenntnis, was nützt alles Wissen über Gefahren und deren Abwehr, wenn der Nächste als Mitmensch nicht erkannt wird.

21.02.2017 20:05:54 [Heise]
De Maizière hält Losung "Meine Daten gehören mir" für falsch
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich gegen "einige zweifelhafte Grundannahmen" gewandt, die die öffentliche Debatte über die Privatsphäre "vernebeln". Ein "Supergrundrecht" Datenschutz dürfe es nicht geben. Auf mehr Redlichkeit in der öffentlichen Diskussion über Datenschutz und Privatsphäre in Zeiten von Big Data und Digitalisierung drängt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Der CDU-Politiker bemühte sich bei der ersten Ausgabe der "Data Debates" von Tagesspiegel und Telefónica Basecamp in Berlin, einige "zweifelhafte Grundannahmen" zu widerlegen und ins Reich der Mythen zu verbannen.
 Featured Multimedia
KILEZ MORE - MEDIALE KUGELN

Medienkritischer HipHop


Nachrichten der letzten 24 Stunden
 Topthemen (6)
  
21.02.2017 21:50:06 [Kritisches-Netzwerk]
Turkmenistan: Willkommen im Amt, Präsident Berdymuchamedow!
Berdymu....was? Ja, man sollte es nicht meinen, aber nicht nur in Deutschland wurde ein Amt neu besetzt. Ebenso wurde am vergangenem Sonntag in Turkmenistan ein neues Staatsoberhaupt gewählt – und das direkt vom Volk! Gurbanguly Berdymuchamedow bekleidet das Amt des Staatspräsidenten und Regierungschefs in Personalunion und wurde mit sagenhaften 97,7% der Stimmen wiedergewählt.

  
21.02.2017 17:30:54 [Telepolis]
Woher kamen die Todesschüsse?
Der Prozess um die Todesschützen vom Maidan läuft weiterhin und hat erstaunliche Erkenntnisse zu bieten. Keine tödliche Kugel passt zu Berkut-Kalaschnikows. Die Staatsanwaltschaft nutzt ein entscheidendes Überwachungsvideo nicht. Und über hundert Menschen erklärten bislang, Schützen in Maidangebäuden gesehen zu haben. Man kann die Angst spüren. Die Angst, dass jeder Atemzug der letzte sein kann. Grässlich peitschend hallen die Schüsse über die Institutska-Straße. Verzweifelt kauern Maidankämpfer sich hinter Bäumen, Büschen und Mauern. Andere rufen nach Sanitätern. Rundherum liegen Erschossene. Die Videoaufnahmen des französischen Fotografen Jerome Sessini vermitteln das Grauen hautnah.

21.02.2017 15:13:22 [Carta]
Donald Trump: Fake the system!
Der „Watchdog Journalism“ verzeichnet erste Erfolge gegen die destruktive Öffentlichkeitspolitik des Weißen Hauses. Doch selbst wenn die Medien Trump selbst zu Fall brächten, wäre der Kampf gegen „alternative Wahrheiten“ damit nicht gewonnen. Eigentlich wollte Donald Trump am vergangenen Donnerstag nur seinen designierten Arbeitsminister, Alexander Acosta, der Öffentlichkeit vorstellen. Doch die eigens dafür anberaumte Pressekonferenz geriet zu einer überaus bizarren Veranstaltung, auf der Trump einmal mehr die Medien aufs Heftigste attackierte.

21.02.2017 13:39:30 [Rationalgalerie]
Die GroKo-Berlinale: Das Private im Weg des Gesellschaftlichen
Die Berlinale gilt landauf landab als politisches Festival. Und zuweilen lösen ihre Filme auch diesen Ruf ein. Vor allem aber klangen die Eröffnungs-Reden der Kulturstaatsministerin Monika Grütters immer so, als wäre die Politik auf dem Filmfest echt zuhause. Als vor Jahren der iranische Filmemacher Jafar Panahi vom Regime gehindert wurde an der Wettbewerbsjury teilzunehmen, organisierte das Festival eine Welle der Solidarität. Zwar gaben sich die öffentlichen Trump-Verächter auf der Bühne der Berlinale in diesem Jahr die Klinken offener Türen in die Hand, aber zur Diktatur in der Türkei kein Wort. Obwohl die bedrängte türkische Filmemacherin Damla Yıldırım in Deutschland um Asyl nachsuchen musste, ihr Team wurde verhaftet, und die Schriftstellerin Aslı Erdoğan vom gleichnamigen Diktator mit lebenslanger Haft bedroht wird. Politisch? Ja, aber nur wenn es längs der Politik der Großen Koalition möglich ist.

  
21.02.2017 13:11:52 [Gegenfrage]
Spanien stellt Notenbanker vor Gericht
In Spanien stehen sechs Notenbanker vor Gericht. Grund: Ihnen wird vorgeworfen, Anleger dazu ermutigt zu haben, Anteile der fast insolventen Bankia zu erwerben. Die Bank ging pleite und musste mit Steuergeldern gerettet werden. Auf diese Weise seien die Angeklagten zu hohen Einnahmen gekommen.

  
21.02.2017 10:27:52 [Junge Welt]
Kommando im Kopf
Beschäftigte vor allem von IT-Unternehmen organisieren ihre Arbeitsabläufe in wachsendem Maße selbst. Damit wird aus dem äußeren Befehl ein innerer, der Leistungsdruck steigt. Technische Neuerungen verändern immer auch Arbeitsabläufe. Die Informationstechnologie (IT) ist dabei oft Vorreiterin für Entwicklungen in anderen Branchen. Die Propagierung von »Agilität« ist dafür ein bezeichnendes Beispiel. Richard Pascale, Vordenker der Unternehmensberatung McKinsey, hat diesen Ansatz entwickelt. »Agilität entstand als Reaktion auf langsame, bürokratische Organisationen«, lässt sich auf ­onpulson. de, einem Portal, das »Wissen für Unternehmer und Führungskräfte« bereithält, nachlesen. Agilität, das klingt nach Flexibilität und Geschwindigkeit. Es geht dabei immer um eine grundlegende Umgestaltung der Arbeitsabläufe. Agile Unternehmen beginnen, sich selbst »konsequent in allen Bereichen vom Kunden her zu denken«, sagt Stephan Fischer, Direktor am Institut für Personalforschung an der Hochschule Pforzheim.
 Aktuelle Themen (3)
  
21.02.2017 18:52:14 [German Foreign Policy]
Flüchtlingsabwehr in Nordafrika
Mit einem Fehlstart hat eine geplante Serie von Besuchen der deutschen Kanzlerin in Nordafrika zum Ausbau der EU-Flüchtlingsabwehr begonnen. Algerien hat Gespräche, die Angela Merkel gestern und heute in Algier führen wollte, kurzfristig abgesagt; offizieller Grund ist eine akute Erkrankung von Staatspräsident Abdelaziz Bouteflika. Beobachter rechnen damit, dass Algerien als Transitland für Flüchtlinge in der näheren Zukunft erheblich an Bedeutung gewinnt: Weil die Flucht über Libyen aufgrund der dort grassierenden Milizengewalt immer gefährlicher wird, weichen Flüchtlinge zunehmend auf alternative Routen aus. Oran im Nordwesten Algeriens wird von Europol bereits als ein bedeutendes Zentrum von Fluchthelfern für die Überfahrt über das Mittelmeer eingestuft. Die Flüchtlingsabwehr gehört seit rund zehn Jahren zu den Schwerpunkten der deutschen Algerien-Politik. Um die Streitkräfte des Landes in die Lage zu versetzen, unerwünschte Migranten abzuwehren, rüsten deutsche Konzerne sie mit Radpanzern, Truppentransportern, Radaranlagen und Infrarotkameras aus, die in Algerien montiert werden. Das algerische Militär ist für seine harte Repression und für brutale Massenabschiebungen berüchtigt. Zur Intensivierung der Flüchtlingsabwehr reist Merkel nächste Woche nach Tunesien und Ägypten.

  
21.02.2017 18:39:57 [Prinzessinnenreporter]
„Endlich ist er weg,Trööt!“
Die Verhaftung des Journalisten Deniz Yücel in der Türkei hat bei einigen Menschen Schräubchen gelockert, wenn es um den Schutz der Berufsgruppe der Journalisten und Medienschaffenden geht. Schräubchen, die nach der Wiedergeburt des „Lügenpresse“-Vorwurfes ohnehin bereits locker saßen. Es gibt vieles, was man über Deniz sagen kann. Zum Beispiel, dass er ein ehrlicher Journalist ist, der nur solche Meinungen niederschreibt, die er selbst vertreten kann, jemand der nicht herum rudert, sondern einen klaren Kurs für sich gefunden hat. Ein Journalist, der Fakten auswertet, prüft und dann erst verarbeitet. Ein guter Freund für viele, ein Held für manche, die nicht verstehen können, dass er sich freiwillig ausgeliefert hat und … „Yücel liebt die Liebe der Türken zum Autokorso und die lauten Hupen.“ Bitte? Nein, das nun gerade nicht. Das muss man bestimmt im Kontext lesen.

  
21.02.2017 18:36:53 [Telepolis]
Irakkriegs-General McMaster wird Trumps neuer Sicherheitsberater
Welche Bedeutung dieser Posten in der US-Administration hat, hing in der Vergangenheit vor allem davon ab, wer ihn einnahm. Auf seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida gab US-Präsident Donald Trump gestern bekannt, er habe das Wochenende über vier Kandidaten für die Nachfolge des (wegen einer unvollständigen Information des Vizepräsidenten über Gespräche mit russischen Regierungsvertretern aus dem Amt geschiedenen) Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn begutachtet und sich dann für Drei-Sterne-General Herbert Raymond McMaster entschieden. Vorher hatte Vizeadmiral Robert Harward diese Stelle ausgeschlagen - angeblich aus persönlichen und familiären Gründen.
 Wirtschaft, Ökonomie, Finanzen, Finanz- und Wirtschaftskrise, Geldsystem, Währung, Banken (13)
21.02.2017 21:53:01 [IPG - Internationale Politik und Gesellschaft]
Beste Globalisierungsfreunde?
Chinas und Deutschlands demonstrierte Einigkeit trügt, Interessenkonflikte sind programmiert. In jüngster Zeit hat sich die Bundesregierung wiederholt veranlasst gesehen, den Freihandel zu verteidigen. Chinas Präsident Xi Jinping hielt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein gleichlautendes Plädoyer. Inwiefern bestehen hier gemeinsame Interessen? Als die beiden größten Exportnationen der Welt gelten China und Deutschland als die Gewinner der handelspolitischen Globalisierung der letzten Jahrzehnte. US-Präsident Trumps erklärte „America first“-Leitline mit der Aufkündigung von Freihandelsabkommen, der Androhung von Strafzöllen und seine jüngst wiederholten Vorwürfe, dass sich beide Länder Wettbewerbsvorteile durch Währungsmanipulation verschafft hätten, hat die Regierungen in Berlin und Peking alarmiert.

  
21.02.2017 18:44:12 [Tagesschau]
Regierung einigt sich auf Geldwäsche-Gesetz
Die Enthüllungen über Finanzgeschäfte in Steueroasen und Briefkastenfirmen schreckten vor einem Jahr die Öffentlichkeit auf. Solche Konstrukte sollen nun schneller aufgedeckt und Hintermänner künftig sichtbar werden. Im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung hat sich die Bundesregierung nach langem Streit auf Details für ein sogenanntes Transparenzregister geeinigt. Das Kabinett soll den entsprechenden Gesetzentwurf morgen verabschieden. Intern hatte es in der Regierung Streit gegeben, deshalb wurde der Kabinettsbeschluss mehrfach verschoben. Mit dem Gesetzentwurf wird die vierte Geldwäsche-Richtlinie der EU umgesetzt und die Voraussetzung für ein zentrales elektronisches Transparenzregister geschaffen.

  
21.02.2017 17:20:12 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Bausparkassen dürfen Altverträge kündigen
Bausparer haben keine Chance, sich gegen die Kündigung eines alten Bausparvertrags mit hohen Zinsen zu wehren. Einen solchen Vertrag über mehr als zehn Jahre als reine Sparanlage laufen zu lassen, widerspreche dem Sinn und Zweck des Bausparens, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) am Dienstag in Karlsruhe. Das Ansparen sei dazu gedacht, Anspruch auf ein Darlehen zu erlangen. Dieser Zweck sei mit Erlangen der Zuteilungsreife erreicht. (Az. XI ZR 185/16 u.a.) Verhandelt wurden konkret die Fälle zweier Bausparerinnen, denen Wüstenrot einmal einen Vertrag von 1978 und einmal zwei Verträge von 1999 gekündigt hatte. In der Vorinstanz hatte das Oberlandesgericht Stuttgart jeweils entschieden, dass Wüstenrot dazu kein Recht gehabt hatte. Dagegen wehrte sich die Bausparkasse mit der Revision.

  
21.02.2017 14:42:19 [Andrej Hunko]
Griechenland braucht keine höhere Dosis, sondern eine andere Medikation
Plötzlich ist Griechenland wieder auf der Tagesordnung. Und das, obwohl die Bundesregierung alles getan hatte, damit das inzwischen dritte, als „Rettungspaket“ verkleidete Kürzungsdiktat von 2015 erst nach der Bundestagswahl ausläuft. Nun scheinen CDU und CSU das Thema selbst wieder hochkochen zu wollen. Finanzminister Schäuble drohte den Griechinnen und Griechen mal wieder mit dem Grexit, falls die Vorgaben der Gläubiger nicht auf Punkt und Komma umgesetzt werden (und behauptete dann gänzlich postfaktisch, niemals mit dem Grexit gedroht zu haben). Der bayrische Finanzminister Söder will die De-facto-Schuldenkolonie anscheinend auch formell in eine solche verwandeln.

  
21.02.2017 13:38:08 [NachDenkSeiten]
Die Null-Zins-Politik heizt die Spekulation an
Und die Deutsche Bundesbank tut so, als hätte sie damit nichts zu tun. In ihrem Monatsbericht vom Februar beklagt die Deutsche Bundesbank, die Preissteigerungen bei Wohnimmobilien hätten in den Städten 2016 zwischen 15 und 30 % betragen. Siehe dazu den Bericht der Zeitung „Die Presse“ im Anhang. Die Bundesbank rätselt über die Ursachen der erhöhten „Preisdynamik bei Wohnimmobilien“. Das ist komisch, denn die Deutsche Bundesbank ist als wichtiger Teil und Einflussfaktor der Europäischen Zentralbank einer der Hauptmitverursacher der Spekulation in Immobilien und in Aktien. Wenn es Null Zinsen oder allenfalls sehr geringe Zinsen von unter einem Prozent auf Sparguthaben gibt und somit die Realverzinsung negativ ist, dann sehen sich selbst Sparer mit geringem Vermögen gezwungen, sich in spekulative Anlagemöglichkeiten zu begeben. Das sind die Immobilien und die Aktienmärkte.

21.02.2017 13:25:54 [Finanzmarktwelt]
Portugal vermeintlich auf dem Weg der Besserung
Portugal hat einen IWF-Kredit in Höhe von 1,7 Milliarden Euro, der noch aus der Zeit der Finanzkrise stammt, doch glatt sechs Monate früher als erwartet zurückgezahlt. Das gab das portugiesische Finanzministerium bekannt. Da könnte man doch glatt annehmen in Portugal geht es mit den Steuereinnahmen so steil bergauf, dass man dank größerer Einnahmen solche Altlasten nun schneller abtragen kann. Laut Finanzministerium zeige diese vorzeitige Rückzahlung die robusten wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen. Portugal hat somit jetzt gut 50% der IWF-Kredite abgetragen.

21.02.2017 10:14:34 [Wirtschaftliche Freiheit]
Alle Jahre wieder …
… kommen auch die „Aktionärszahlen“ des Deutschen Aktieninstituts (DAI). Am 13.2.2017 war es diesmal wieder soweit (hier). Betrachtet man die sogenannten „Direktanleger“, d.h. die unmittelbaren Aktionäre, die als solche direkt an einer börsennotierten Aktiengesellschaft beteiligt sind, so ergibt sich 2016 gegenüber dem Vorjahr nur eine geringfügige Verringerung von gut auf knapp 4,4 Millionen (rechnet man die reinen Belegschaftsaktionäre heraus bleiben gerade einmal gut 3,5 Millionen „echte“ Aktionäre übrig). Das ist nicht nur deutlich weniger als um die Jahrtausendwende, wo mit über 6 (bzw. um Belegschaftsaktien bereinigt über 5) Millionen die Höchststände markiert wurden, sondern auch verheerend wenig für sogenannte entwickelte Volkswirtschaften. Gemessen am BIP und der Bevölkerungszahl ist die Börsenkapitalisierung deutscher Unternehmen eher mit Entwicklungsländern zu vergleichen und das Wenige wird oft noch mehrheitlich von ausländischen Anlegern besessen.

21.02.2017 10:06:41 [Konjunktion.Info]
Spanien: Bankia-Skandal - Zentralbanker vor Gericht
Nach Island versucht sich nun Spanien darin, seine Banker für die finanziellen Probleme des Landes haftbar zu machen. So hat jetzt das höchste Gericht Spaniens den ehemaligen Chef der Zentralbank, einen hohen Beamten der Marktaufsichtsbehörde und fünf weitere (ehemalige) Zentralbanker angeklagt, weil diese einen Schaden von mehreren Milliarden Euro verursacht haben, die die kleinen Investoren am Ende ausgleichen mussten.

  
21.02.2017 07:57:47 [Bankhaus Rott + Frank Meyer]
Unsere Prognose zur Zukunft des Privateigentums
Gestern ging es ja hier im Tagebuch um die Frage der Zukunft des Privateigentums in der USA. Wir wagen heute unsere eigene Prognose. Wir alle wissen ja, dass Zentralbanken und Staatsfonds bereits Anleihen in einem Volumen von vielen Billionen Dollar gekauft haben. Aber wussten Sie, dass sie auch Aktien kaufen?

21.02.2017 07:52:05 [Neuland Rebellen]
Der Retter unserer Exportlastigkeit
Jeder sagt mal was Richtiges. Selbst Donald Trump. Deswegen gab es anfangs hierzulande auch linke Sympathien für ihn. Als er Deutschlands Exportwirtschaft angriff, war das jener Nagelkopf, der ihm mal nicht unter dem Hammer wegrutschte. Dass der Mann das ansprach, das freut die Presse, die für die Angebotspolitik wirbt, jetzt höllisch. Tut es nicht? Warum? Weil sie ständig verärgert über Trumps Äußerungen zur deutschen Exportlastigkeit berichtet? Weil sie dem Mann auch gerade deshalb ein schlechtes Zeugnis ausstellt? Es gab und gibt viele Stimmen aus dem EU-Raum, selbst aus dem Mund von europäischen Politikern und Funktionären, die unverdächtig wären, die Nachfrageökonomie zu favorisieren, die exakt dasselbe sagen.

21.02.2017 07:51:03 [Herdentrieb]
Trügerische Ruhe an den Märkten
Während sich die Schwäche der Bondmärkte noch eine Weile fortsetzen dürfte, wird an anderen Märkten eine Trendwende immer wahrscheinlicher: Der Anstieg der Renditespreads gegenüber Bundesanleihen dürfte demnächst beendet sein, ebenso wie der Boom an den Aktienmärkten oder die Seitwärtsbewegung der Wechselkurse und des Ölpreises. Sollte es zudem zu einem Handelskrieg kommen, vielleicht sogar zu einer globalen Rezession, sind große Korrekturen vorprogrammiert. Was die Rentenmärkte angeht, steigen die langen Renditen seit dem vergangenen Sommer mehr oder weniger stetig, wenn auch bisher nur verhalten. Es sieht nicht mehr nach Deflation aus.

  
21.02.2017 07:43:30 [Frankfurter Rundschau]
Durchmarsch der IHK-Rebellen
Kritikern der Zwangsmitgliedschaft gelingt ein Coup in der Handelskammer Hamburg. Man könnte die Vorgänge um die ehrwürdige Handelskammer (HK) zu Hamburg als Chronik eines angekündigten Selbstmords bezeichnen. In den zurückliegenden Wahlen zum zentralen Beschlussgremium der hansestädtischen HK hat eine Gruppierung gesiegt, die eigentlich nur eines im Sinn hat: Die 1665 gegründete Institution ihres Zwangscharakters zu entledigen. Abschaffen kann man die HK Hamburg wie auch die anderen Industrie- und Handelskammern (IHK) zwar nicht, da die Kammern als Körperschaften öffentlichen Rechts vom Staat übertragene Aufgaben wahrzunehmen haben und daher gesetzlich geschützt sind.

21.02.2017 06:19:04 [Griechenland-Blog]
Schäuble drohte Griechenland nie mit Grexit!
Nach Wolfgang Schäubles jüngst geäußerte Behauptung, niemals mit einem Grexit gedroht zu haben, dürften in Griechenland bei manch einem Zweifel an seiner geistigen Gesundheit aufgestiegen sein.
 Medien, Journalismus, Propaganda, Zensur, Netzpolitik, Internet, Computer, IT, Digitales (5)
  
21.02.2017 20:03:14 [JournalistBlog]
Heribert Prantl – Die Rettung des Journalismus
Zum Abschluss der Ringvorlesung „Lügenpresse – Medienkritik als politischer Breitensport“ an der Universität Hamburg sprach Heribert Prantl zum Thema „Trotz alledem. Von der Ehrenrettung eines systemrelevanten Berufs“. Scheinbar eine Selbstverständlichkeit: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ So steht es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Heribert Prantl, promovierter Jurist, eine Zeitlang Richter und Staatsanwalt, bevor er die Profession wechselte, wies in seiner Hamburger Rede darauf hin, dass Journalisten früherer Epochen für dieses Recht kämpfen mussten. Prantl, den der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder einmal ironisch den „dritten Senat des Bundesverfassungsgerichts“ nannte, hob hervor, dass dies bis in die Frühzeit der Bundesrepublik der Fall gewesen sei.

  
21.02.2017 17:23:01 [Medienwoche]
Doppelt daneben: Das falsche Bild für die falsche Sache
World Press Photo leistet dem Bildjournalismus einen Bärendienst. Mit der Auszeichnung des «Attentats in Ankara» rückt die Organisation von den eigenen Prinzipien ab, sich um die Geschichte hinter den Bildern kümmern zu wollen. Das Gegenteil tut sie, wenn sie einem Attentäter eine zweite Plattform bietet. Der diesjährige Hauptpreis ging an den türkischen AP-Fotografen Burhan Özbilici, welcher mehr zufällig als geplant am 19.  Dezember 2016 auf jener Galerievernissage in Ankara aufkreuzte, wo der russische Botschafter Andrej Karlow während einer Ansprache erschossen werden sollte. Der 59-jährige Fotograf wird gleichzeitig mit anderen anwesenden Fotografen und Videojournalisten, unmittelbar nachdem der Attentäter den russischen Botschafter erschiesst, seine Kamera zücken und das Grauenhafte dokumentieren. Wie Herr Özbilici dann später heroisch zu verstehen gab, tat er das unter Lebensgefahr. Auch erwähnt Kollege Özbilici, dass er zumindest für «guten Journalismus» gestorben wäre, wenn dieses Schicksal ihn ereilt hätte.

  
21.02.2017 10:17:19 [RT Deutsch]
Evgeny Morozov: Fake News sind ein Produkt des digitalen Kapitalismus
Der weißrussische Publizist Evgeny Morozov hat in die Debatte um Fake News eingegriffen. Das Problem falscher Nachrichten ist eine Konsequenz des digitalen Kapitalismus, so der berühmte Computerexperte, und rechnet mit den Mainstream-Medien ab. Die Demokratie ertrinkt in Fake News. Diesen Eindruck erwecken all jene, die im Jahr 2016 auf der Verliererseite standen. Diese Einschätzung hat der Experte für Digitalisierung, Evgeny Morozov. Egal ob es um den Brexit oder die US-Wahlen geht, bis hin zum Referendum in Italien.

21.02.2017 10:15:53 [Telepolis]
Falsche Freunde und falsche Informationen
Wie ich lernte, die Fake-News zu lieben - Teil 7: "Was berechtigt eigentlich jeden Computerbesitzer, ungefragt seine Meinung abzusondern?" - diese Frage stellte sich im Jahre 2006 Jean-Remy von Matt, nachdem die Kampagne "Du bist Deutschland" auf wenig Begeisterung stieß. Dass Artikel 5 des Grundgesetzes dieses Recht nicht nur jedem Computerbesitzer, sondern jedem Menschen in Deutschland (innerhalb der von Artikel 5 selbst gesetzten Grenzen) zubilligte und dies eigentlich bekannt sein sollte, zeigte, wie empfindlich manche Menschen auf die "neue Freiheit" im Internet reagierten, die nicht mehr dem Prinzip "weniger Sender gegenüber vielen Empfängern" folgte, sondern viele Empfänger und viele Sender ermöglichte.

  
21.02.2017 07:47:36 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Angela Merkel soll sagen, mit wem sie sich trifft
Das Verwaltungsgericht Berlin hat eine einstweilige Anordnung erlassen, die für die Art, in der Journalisten Informationen gewinnen, von einschneidender Bedeutung sein könnte. Sie besagt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel preisgeben muss, wann sie sich im Jahr 2016 wo mit welchen Vertretern der Medien zu einem informellen Informationsaustausch getroffen und welche Einzelgespräche mit Journalisten sie geführt hat. Nicht verraten muss sie gemäß Gerichtsbeschluss (Az.: VG 27 L 369.16), worüber sie mit den Journalisten im Einzelnen sprach und was sie ihnen sagte.
 Gold, Silber, Rohstoffe, Ressourcen (1)
21.02.2017 10:23:53 [Goldreporter]
Schweiz lieferte im Januar nur 119 Tonnen Gold ins Ausland
Nach einem transaktionsreichen Vormonat sind die Schweizer Goldexporte und Goldimporte im Januar deutlich zurückgegangen. Die Goldausfuhr erreichte den tiefsten Stand seit März 2016.
 Überwachung, Daten, Geheimdienste, Spionage, Bevölkerungskontrolle, Sicherheitspolitik (4)
21.02.2017 20:05:54 [Heise]
De Maizière hält Losung "Meine Daten gehören mir" für falsch
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat sich gegen "einige zweifelhafte Grundannahmen" gewandt, die die öffentliche Debatte über die Privatsphäre "vernebeln". Ein "Supergrundrecht" Datenschutz dürfe es nicht geben. Auf mehr Redlichkeit in der öffentlichen Diskussion über Datenschutz und Privatsphäre in Zeiten von Big Data und Digitalisierung drängt Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Der CDU-Politiker bemühte sich bei der ersten Ausgabe der "Data Debates" von Tagesspiegel und Telefónica Basecamp in Berlin, einige "zweifelhafte Grundannahmen" zu widerlegen und ins Reich der Mythen zu verbannen.

  
21.02.2017 14:54:42 [Heise]
De Maizière fordert erweiterte Vorratsdatenspeicherung
In der Eröffnungsrede zum Europäischen Polizeikongress in Berlin hat sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière dafür ausgesprochen, das Telekommunikationsgesetz und das Telemediengesetz "zusammenzuschieben". Die Trennung sei veraltet und führe zu Sicherheitslücken. "Dass Messenger-Dienste anders behandelt werden und nicht der Vorratsdatenspeicherung unterliegen, versteht kein Mensch", erklärte de Maizière vor 1800 Delegierten.

  
21.02.2017 10:08:36 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Information zum Auslesen
Das Szenario gehört zum Alltag von Mitarbeitern des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf): Vor ihnen sitzt jemand, der einen Antrag auf Asyl gestellt hat. Er behauptet – um ein beliebiges Beispiel zu nehmen –, er komme aus Syrien. Der Mitarbeiter des Bamf möchte einen Pass sehen, um die Identität sicher feststellen zu können. Schließlich hat jemand, der aus Syrien kommt, weit bessere Aussichten auf einen Flüchtlingsstatus als ein Bewerber aus Albanien oder Tunesien. Der Antragsteller sagt, er habe keinen Pass, der sei ihm gestohlen worden oder er habe ihn verloren. Wie auch immer. Etwa sechzig Prozent der Antragsteller kommen ohne Papiere zum Termin beim Bamf.

21.02.2017 06:21:53 [Zeit Online]
Asylpolitik: "Mit dem Grundgesetz nicht vereinbar"
Etwa 213.000 ausreisepflichtige Flüchtlinge leben derzeit in Deutschland, im Laufe dieses Jahres dürfte die Zahl noch steigen. Doch Abschiebungen sind oft schwierig. Der Großteil der Asylbewerber kommt ohne Pass nach Deutschland. Manche legen sich auch eine falsche oder – wie der Berliner Attentäter Anis Amri – gleich mehrere Identitäten zu. Die Bundesregierung will deshalb nun ein "Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht" verabschieden. Unter anderem soll künftig verstärkt auf die Handys von Flüchtlingen zurückgegriffen werden, um ihre Identität festzustellen. Ist das rechtlich zulässig?
 Krieg, Kriegsverbrechen, Frieden, Terrorismus, Rüstung, Militär (6)
  
21.02.2017 19:49:53 [Telepolis]
Syrien: Saudi-Arabien bereit für Truppen-Einsatz
Das Angebot zur Unterstützung von "sicheren Zonen" ist mit der Forderung der Ablösung von Baschar al-Assad verknüpft. Kurz vor der Wiederaufnahme der Genfer Syrien-Gespräche tischt der Saudi-arabische Außenminister Adel al-Jubeir der SZ eine alte Idee neu auf: den Einsatz von saudi-arabischen Truppen in Syrien. "Das Königreich und andere Golfstaaten haben erklärt, dass wir bereit sind, uns mit Spezialeinheiten an der Seite der USA zu beteiligen, auch einige Länder aus der Islamischen Koalition gegen Terrorismus und Extremismus sind bereit, Truppen zu stellen. Wir stimmen uns mit den USA ab, um zu sehen, was der Plan ist und was nötig ist, um ihn umzusetzen". (Adel al-Jubeir, Außenminister von Saudi-Arabien) Ein ähnliches Bereitschaftssignal sandte Saudi-Arabien bereits vor einem Jahr, nach dem die damaligen Gespräche in Genf unterbrochen wurden.

  
21.02.2017 18:35:01 [Infosperber]
Ein neuer Rüstungswettlauf?
Europa soll militärisch aufrüsten, fordern die USA. Doch ist dies tatsächlich im Interesse der Europäerinnen und Europäer? Der Trumpetenstoss aus Washington, die Nato-Partner sollten gefälligst endlich ihre Eigenverantwortung wahrnehmen, fand an der Münchner Sicherheitskonferenz ein gewaltiges Echo: Ja, sagten viele europäische Regierungschefs und Verteidigungsminister, ja, es sei tatsächlich überfällig, dass der «alte Kontinent» mehr fürs Militär und die Rüstung ausgebe, denn die internationale Lage werde ja immer unsicherer. Niemand kam in den öffentlichen Diskussionen auf die Idee, europäische und US-amerikanische Sicherheitsinteressen gegeneinander abzuwägen – man verglich lediglich Zahlen hinsichtlich Ausgaben einzelner Staaten und allenfalls auch noch pro Einwohner. Wird man mit solchen Zahlenspielen den Realitäten gerecht? Gewiss nicht.

  
21.02.2017 15:11:31 [Augen geradeaus!]
Bundeswehr plant fast 200.000 Soldaten für 2024
Die Bundeswehr soll in den nächsten sieben Jahren von derzeit rund 178.000 Soldatinnen und Soldaten auf fast 200.000 Soldaten wachsen. Der so genannte Zielumfang der deutschen Streitkräfte soll sich bis zum Jahr 2024 auf insgesamt 198.000 Soldaten und rund 61.4000 zivile Stellen erhöhen; dafür soll es über die Planung des vergangenen Jahres hinaus zusätzlich 5.000 militärische Dienstposten, 500 weitere Reservistenstellen und 1.000 Haushaltsstellen für Zivilbeschäftigte geben. Eine entsprechende Planung legte das Personalboard, eine interne Kommission des Verteidigungsministeriums, am (heutigen) Dienstag vor.

  
21.02.2017 13:14:21 [Süddeutsche Zeitung]
Mindestens vier Tote bei Anschlag auf Gericht in Pakistan
Bei einem Anschlag auf ein Gerichtsgebäude inm Nordwesten Pakistans sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von mindestens vier, die dpa von acht Toten. Mindestens zehn, nach anderen Berichten 15 Menschen sollen verletzt worden sein. Fünf der Toten seien Zivilisten, zitiert dpa den Polizeichef von Tangi in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Unter ihnen soll der BBC zufolge ein Anwalt sein. Auch die drei Attentäter sollen ums Leben gekommen sein.

  
21.02.2017 10:10:28 [Ein Parteibuch]
Terroristen in Serghaya geben endlich auf
Wie Hassan Ridha berichtet, haben die größtenteils zu Al Kaida gehörenden Terroristen im nordwestlich der syrischen Hauptstadt Damaskus an der libanesischen Grenze liegenden Städtchen Serghaya am heutigen Montag nach langen Verhandlungen endlich aufgegeben und lassen sich in die von Al-Kaida-Terroristen beherrschte Provinz Idlib evakuieren, so dass nun in Serghaya eine Versöhnungsvereinbarung mit versöhnungswilligen Einwohnern umgesetzt werden kann.

21.02.2017 06:36:30 [Antikrieg]
"Wir sind ein Land im Krieg"
In der vergangenen Woche brachte Armeegeneral Raymond „Tony” Thomas, Leiter des U.S. Kommandos für Sondereinsätze (SOCOM) seine Bestürzung über die Trump-Administration zum Ausdruck. „Unsere Regierung befindet sich noch immer in unglaublichen Turbulenzen,“ meinte Thomas. „Ich hoffe, dass sie bald damit klarkommen, weil wir ein Land im Krieg sind. Was heißt das, wir sind ein Land im Krieg? Viele werden denken, dass das eine dumme Frage ist, aber ist es das? Sicher, wir haben grob geschätzt 10.000 Soldaten in Afghanistan, und dieser Krieg ist nicht vorbei.
 Deutschland (2)
  
21.02.2017 13:18:25 [Neues Deutschland]
Links reden, unsozial handeln
Über Forderungen des SPD-Spitzenmanns Martin Schulz: Der künftige SPD-Chef Martin Schulz steht vor dem gleichen Problem wie seine Vorgänger Sigmar Gabriel und Kurt Beck. Wenn ein neuer Vorsitzender die Partei übernimmt, muss er sich mit ihrem schweren Erbe, der Agenda 2010, auseinandersetzen. Schulz hat ebenso wie Gabriel und Beck die neoliberalen Reformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit grundsätzlich begrüßt. Andererseits sollen die einstigen Unterstützer zurückgewonnen werden, welche die Partei aus guten Gründen verlassen haben.

  
21.02.2017 11:46:13 [Junge Welt]
Genosse der »Gosse«
Martin Schulz, designierter Kanzlerkandidat der SPD, nutzte den Montag vormittag, um die Lohnabhängigen einzuseifen. In Bielefeld veranstalteten die Sozialdemokraten eine »Arbeitnehmerkonferenz«. Im Wahlkampfmodus fiel dem bekennenden »Agenda-2010«-Sympathisanten ein, dass soziale Reformen notwendig seien. Die Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I solle verlängert werden, sagte Schulz dem Boulevardblatt Bild. Es war der Genosse der Bosse, Gerhard Schröder, der 2003 Hartz IV auf den Weg gebracht hatte. Schulz ist der Genosse der Gosse, in welche die Partei durch die Agenda 2010 geraten ist. Diese sei »die richtige Antwort auf eine Phase der Stagnation« gewesen, hatte er Anfang Februar erklärt. Am Montag verkündete er mit pastoralem Singsang: »Fehler zu machen ist nicht ehrenrührig. Wichtig ist: Wenn Fehler erkannt werden, müssen sie korrigiert werden.«
 Europa, Brüssel, EU allgemein (4)
21.02.2017 21:55:41 [Telepolis]
Sicherheitspolitik: Polen und das Misiewicz-Problem
Scharenweise haben bereits Offiziere wegen des 26-jährigen exzentrischen Sprechers des Verteidigungsministers verlassen, der In der PiS-Partei über viel Insiderwissen verfügen soll. Das Verteidigungsministerium gilt in Polen als die am meisten umstrittene Dienststelle. Ihr Chef Antoni Macierewicz duldet keinerlei Widerspruch und erträgt nur loyale Mitarbeiter. Bereits 30 Generäle (davon die höchststehenden mit NATO-Erfahrung) und 250 Oberste haben die polnischen Streitkräfte seit Regierungsbeginn der Partei "Recht und Gerechtigkeit" (PiS) freiwillig und unfreiwillig verlassen.

21.02.2017 17:24:21 [Lost in EUrope]
Dutzende Leichen vor Libyen – na und?
War da nicht mal ein EU-Sondergipfel zur Flüchtlingskrise auf Malta, der sich speziell mit Libyen befasste? Muss schon lange her sein. Denn heute reagiert die EU nicht mal mehr auf Horror-Meldungen. So berichtet der Rote Halbmond jetzt davon, dass mindestens 74 Leichen, vermutlich Flüchtlinge, an der libyschen Küsten angespült wurden. Im Guardian findet man eine Meldung, sonst fast nichts. Auch das gekenterte Boot wurde gefunden – es hatte keinen Motor. Offenbar haben die Schlepper den Motor bewußt über Bord geworfen, was für die Menschen wohl den sicheren Tod bedeutete.

21.02.2017 13:36:07 [Junge Welt]
Keine Ausreden mehr
Nach der Großdemonstration für die Aufnahme von Flüchtlingen am vergangenen Samstag in Barcelona hat die Diskussion um die Konsequenzen begonnen. Wie die Tageszeitung Ara am Montag berichtete, hat die katalanische Regierung Forderungen zurückgewiesen, sich über das Verbot der spanischen Zentralregierung hinwegzusetzen und mehr Menschen Schutz zu gewähren. Die Sprecherin der Generalitat, Neus Munté, erklärte gegenüber Catalunya Ràdio, dass – »leider« – nur die Staaten das Recht hätten, Asyl zu gewähren. Wenn sich Katalonien über die Entscheidungen Madrids hinwegsetze, könne dies die Rechte und den legalen Status der so aufgenommenen Flüchtlinge gefährden. Ein solches Handeln wäre »unverantwortlich«.

  
21.02.2017 07:45:12 [Pester Lloyd]
MSZP-Spitzenkandidat will Orbán und Gyurcsány verjagen
In einer Grundsatzerklärung hat sich der Spitzenkandidat der ungarischen "Sozialdemokraten", MSZP, László Botka, am Wochenende kämpferisch präsentiert. Er griff nicht nur Orbán als "größten Verräter der ungarischen Geschichte" frontal an, sondern forderte auch, dass Ex-Premier Gyurcsány "endlich aus dem öffentlichen Leben" verschwinden solle, um Ungarns Zukunft willen. Von Botka kamen neue, für die Linke schmerzliche Töne, ob sie zu einer Katharsis reichen, bleibt abzuwarten.
 International (11)
  
21.02.2017 21:48:41 [European Deep State]
The Pussyhats‘ dangerous carelessness
Videos from a protest in New York show how leftists and Muslims both pause to several „Allahu Akbar“ cries. This is more than at the Women’s March in Berlin, Germany where a woman on the stage suddenly yelled „Allahu Akbar“ two times. So the real agenda gets more and more clear without revealing too much to those who still follow it. While President Trump was called a liar as he pointed at the situation in Sweden violence errupted in the once peaceful Skandinavian country. It is still most important that Sweden has a „feminist government“ which is not worried about the rising rape rate and willing to wear a Hijab when visiting Iran.

21.02.2017 17:15:45 [Ceiberweiber]
Willy Wimmer: Fluchtursachen schaffen-NATO-Kriegsetat aufstocken
Als Nachlese zur Münchner Sicherheitskonferenz und als Kommentar zur Weltpolitik mit einem vom „deep state“ bekämpften US-Präsidenten zeigt Willy Wimmer auf, was wirklich getan werden müsste. Der langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete, der erfolgreich für das Bewahren des Parlamentsvorbehalts bei Auslandseinsätzen kämpfte, schreibt Klartext: Manchmal genügt ein Blick auf das Ganze: der Westen ist seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien auf dem absteigenden Ast. Wir führen nur noch Krieg und können uns nicht herausreden. Wir sind mit der Bundeswehr zur Hilfstruppe des angelsächsischen militärisch-industriellen Komplexes verkommen. Wir führen zwischen Afghanistan und Mali ohne Rücksicht auf die Charta der Vereinten Nationen Krieg und verraten die Konsequenzen aus den Nürnberger Prozessen.

  
21.02.2017 16:13:43 [Russland News]
Witali Tschurkin: Ein wortgewandtes Urgestein
Bisweilen hatten sie nichts zu lachen, seine Kollegen und seine Gegner auf der Bühne der Welpolitik. Der überraschend gestorbene UN-Botschafter Russlands galt als „Stahlarbeiter“ unter den Diplomaten. Der ständige Vertreter Russlands bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin begann seine politische Karriere unmittelbar nach seinem Studium am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen als Übersetzer im Außenministerium der damaligen UdSSR. Ab 1979 arbeitete er in der USA-Abteilung des sowjetischen Außenministeriums bis es ihn 1982 zur sowjetische Botschaft in Washington verschlug.

  
21.02.2017 16:06:31 [TAZ]
Dutzende Tote angespült
In Libyen sind die Leichen von mindestens 74 Flüchtlingen und Migranten an die Mittelmeerküste gespült worden. Die Toten seien am Dienstagmorgen nahe der Stadt Sawija bei Tripolis entdeckt worden, sagte ein Sprecher des libyschen Roten Halbmondes, Mohammed al-Misrati. Das genaue Schicksal der Ertrunkenen sei noch nicht bekannt. Al-Misrati sagte, in der Nähe sei auch ein beschädigtes Schlauchboot entdeckt worden. Es müsse mit weiteren Toten gerechnet werden, weil in der Regel bis zu 120 Menschen versuchten, in solchen Boote nach Europa zu gelangen.

  
21.02.2017 11:48:47 [Telepolis]
Drohnenverbot für Teheran
Mangelnde Sicherheit zeigte sich, nachdem eine Drohne in einer Flugverbotszone am Amtssitz von Ali Chamenei auch von Dutzenden von Luftabwehrkanonen nicht abgeschossen werden konnte. Offenbar herrscht Aufregung, die wohl vom obersten geistlichen Führer des Landes ausgeht. Nachdem zweimal Drohnen in der Flugverbotszone über dem Enghelab-Platz in Teheran in der Nähe des Büros von Ali Chamenei, des Präsidentensitzes und anderer staatlicher Gebäude gesichtet wurden.

21.02.2017 10:30:51 [Neue Rheinische Zeitung]
Wenn Landraub und Vertreibung zur Staatsräson wird
Meisterhaft hat es das Netanjahu Regime verstanden, im Zuge des Umbruchs in den USA, wo durch die US-Präsidenten-Wahl die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf Dekrete und Tweets des narzisstischen "National-Sozialisten“ Trump gerichtet sind, zionistische Raubzüge, rassistische Gesetze und die Judaisierung Palästinas voranzutreiben. Treffender, als es der rechtsextreme Likud-Abgeordnete und Wissenschaftsminister Ofir Akunis aussprach kann es nicht gesagt werden, was die Beschreibung der zionistischen Politik angeht: "Das ganze Land Israel gehört uns, ungeteilt dass ist unstrittig". Mit dem letzte Woche in der Knesset gebilligten Unrechts-Gesetz will man die 4000 Siedlerwohnungen auf geraubtem palästinensischem Land nachträglich legalisieren. Damit ist der Weg geebnet worden, um auch in Zukunft die Räumung von "illegalen wilden" Siedlungen und Außenposten zu verhindern. Wo doch in Wirklichkeit alle jüdischen Siedlungen in Palästina illegal sind!

  
21.02.2017 10:12:16 [Der Standard]
US-Demokraten formieren linke "Tea Party"
Für Donald Trump kommt der Gegenwind derzeit aus drei Richtungen: aus dem Kongress, in dem zwar die Republikaner die Mehrheit stellen, die Demokraten aber auf Krawall gebürstet sind. Von der Justiz, die den Antrag der Regierung abgelehnt hat, Visasperren für sieben islamisch geprägte Länder wieder in Kraft zu setzen. Und von der Zivilgesellschaft, die gegen den Präsidenten auf die Straße geht und dabei noch mehr macht, als bloß ihrem Frust freien Lauf zu lassen. Die Zivilgesellschaft probt den Aufstand, und die Revolte gegen den 45. US-Präsidenten kennt ein klares Vorbild: jene gegen den 44. Präsidenten.

  
21.02.2017 07:55:12 [Junge Welt]
Türkei: Staatsterror vor Referendum
Türkische Armee foltert und massakriert Bewohner von kurdischem Dorf in der Südosttürkei. Türkische Kampfflugzeuge haben am Montag Rückzugsgebiete der kurdischen Guerilla im Nordirak bombardiert. Bereits am Wochenende hatte die türkische Luftwaffe einen Angriff auf das Hauptquartier der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in den Kandil-Bergen geflogen. Dabei wurde ein Friedhof für getötete Guerillakämpfer zerstört. Unterdessen spielen sich dramatische Szenen in einem kurdischen Dorf in der südosttürkischen Provinz Mardin ab. Seit dem 11. Februar hält die Armee den Ort Kuruköy (kurdisch: Xerabe Bava) besetzt. Die rund 500 in dem Dorf verbliebenen Bewohner dürfen ihre Häuser nicht verlassen, sie sollen psychischen und physischen Misshandlungen durch die Soldaten ausgesetzt sein.

  
21.02.2017 06:40:13 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Trump ernennt H.R. McMaster zum Nationalen Sicherheitsberater
General Herbert Raymond McMaster wird nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump nationaler Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten. Das gab Trump am Montag in seinem Domizil in Mar-a-Lago in Florida bekannt. Der 54 Jahre alte „H.R.“ McMaster wird Nachfolger von Michael Flynn. Der war nach nur wenigen Wochen im Amt zurückgetreten, weil er Vizepräsident Mike Pence und andere angelogen hatte. Trump sagte, McMaster habe enormes Talent und enorme Erfahrung. Der hochdekorierte Soldat wird als fähiger, überzeugender Anführer und erfahrender Kämpfer beschrieben.

  
21.02.2017 06:34:51 [Cicero]
Der russisch-amerikanische Honeymoon ist vorbei
Die Münchner Sicherheitskonferenz wurde von einem Mann dominiert, der gar nicht da war: Donald Trump. Seine Delegation bekannte sich zur Nato wie zur transatlantischen Allianz und übte sogar indirekt Kritik am eigenen Präsidenten. Trotzdem bleiben Zweifel ob dessen Unberechenbarkeit. Auch wenn er selbst nicht da war, stand er als großer weißer Elefant im Raum: Donald Trump. Das Bild haben viele so beschrieben, die in der überfüllten, mit höchsten Erwartungen aufgeladenen Tagungshalle der Münchner Sicherheitskonferenz dabei waren. Und obwohl viele eifrig bemüht waren, seinen Namen nicht auszusprechen, wussten doch alle: Mit dem 45. Präsident der USA droht die Welt aus den Fugen zu geraten.

21.02.2017 06:20:26 [Infosperber]
Münchner Sicherheitskonferenz: Mehr Öl ins Feuer
Sehr einseitige Debatte zum Nahen und Mittleren Osten lässt weitere Eskalation der Gewaltkonflikte befürchten. Der Nahe und Mittlere Osten steht in Flammen. Dennoch zeigten sich fast alle wesentlichen Akteure der Konflikte in dieser Region auf der Münchner Sicherheitskonferenz entschlossen, in nächster Zeit noch mehr Öl ins Feuer zu giessen und dabei das Risiko neuer Kriege zumindest in Kauf zu nehmen. Ein Ende des Syrienkrieges sowie eine politische Lösung dieses opferreichen Gewaltkonflikts, worüber ab Donnerstag dieser Woche wieder unter UNO-Vermittlung in Genf verhandelt werden soll, sind nicht in Sicht.
 Politik, Verfassung, Grundgesetz, Parteien, Wahlen, Umfragen, Demokratie, Menschenrechte (9)
21.02.2017 20:00:05 [Verfassungsblog]
Klare Worte vom EuGH
Klare Worte vom EuGH: bei Abschiebungen darf keine unmenschliche Behandlung drohen. In den letzten Jahren wurde immer wieder vorgebracht, die Beachtung der Grundrechte von Asylsuchenden im Dublin-Verfahren behindere eine effizientere Umsetzung des Dublin-Systems. Um dem zu begegnen wurde unter Bezugnahme auf die Abdullahi-Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) sogar vertreten, eine Überstellung solle nur bei «systemischen Defiziten» des Asylverfahrens oder der Aufnahmebedingungen („wie in Griechenland“) untersagt sein. Verschiedene Gerichte inklusive des Bundesverwaltungsgerichts haben das Prinzip des «gegenseitigen Vertrauens» unter den Staaten höher gewertet als den Schutz vor Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung im Einzelfall und sogar die Möglichkeit, eine solche Verletzung mittels Beschwerde geltend zu machen, wurde in Frage gestellt. Dagegen hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in seinen wichtigsten Entscheidungen zum Dublin-System (M.S.S. gegen Belgien und Griechenland sowie Tarakhel gegen die Schweiz) die Bedeutung der Einzelfall-Beurteilung in den Vordergrund gestellt.

  
21.02.2017 19:57:14 [Freitum]
Cem Özdemir: Ein korrupter Transatlantiker wird Spitzenkandidat
Mit der Wahl von Göring-Eckardt und vor allem Cem Özdemir haben die Grünen die letzten Reste ihres alternativen Profils begraben. Sie wählten zwei Repräsentanten des schlimmsten politischen Establishments der Berliner Republik zu ihren Gesichtern im Wahlkampf. Vor allem mit Özdemir als Spitzenkandidat haben die Grünen endgültig den Nimbus einer alternativen Partei verloren. Zwar müht sich die Partei auf ihrer Website mächtig, schön Wetter für Özdemir zu machen.

  
21.02.2017 18:48:36 [Junge Welt]
Linken droht Schlappe
Wahlkampfauftakt in den Niederlanden: Sozialisten und Sozialdemokraten drohen Verluste. Künftige Regierungskonstellation völlig offen. Emile Roemer ist sich sicher: »Das werden historische Wahlen, denn die Niederlande stehen vor fundamentalen Entscheidungen«, sagte er am Samstag in einem Interview mit dem Financieele Dag­blad. Schade, dass seine Sozialistische Partei ausgerechnet jetzt im Umfragetief steckt. Zwischen elf und 13 Sitze geben die Demoskopen der SP im nächsten Parlament. Das wären mindestens zwei Abgeordnete weniger als 2012, als die Partei bereits weit hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben war, aber immerhin noch stärkste Oppositionskraft wurde.

  
21.02.2017 17:29:18 [Der Tagesspiegel]
Schulz & Merkel sind wie Raider & Twix
Seit Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD ist, können die Deutschen für Angela Merkel stimmen, ohne für Angela Merkel stimmen zu müssen. Vor allem das erklärt den Höhenflug der Partei. Wie eine Rakete geht der Trend nach oben. Denn der Unterschied zwischen Schulz und Merkel ist ungefähr so groß, wie es der zwischen Raider und Twix war. Schulz will mehr „Gerechtigkeit“, sich um die „Alltagssorgen“ der „hart arbeitenden Menschen“ kümmern. Aber das will Merkel natürlich auch. Und Sigmar Gabriel, der SPD-Chef vor Schulz, wollte es auch. Ob Europa-, Steuer- oder Familienpolitik, Rentensystem oder Bildung: Markante Differenzen zwischen Schulz und Merkel zu erkennen, dürfte selbst Schulz-Verehrern schwerfallen. Mit Verweis auf besondere Inhalte lässt sich das derzeitige Umfrage-Jojo von SPD und Union also nicht erklären.

21.02.2017 17:26:30 [NachDenkSeiten]
Ecuador – Stichwahl im April entscheidet über Correas Nachfolger
Im 16 Millionen Einwohner zählenden, südamerikanischen Ecuador gingen am 19. Februar 13 Millionen Stimmberechtigte zur Präsidentschaftswahl. Nach Auszählung von rund 80 Prozent der Wahlurnen lag am Montag, 20. Februar, der Kandidat des Regierungsbündnisses Alianza País (“Bündnis für das Land”), Lenin Moreno, mit 39 Prozent in Führung. Mit einem 11-prozentigen Vorsprung gegenüber dem konservativen Guillermo Lasso verfehlte Moreno mit einer hauchdünnen Differenz von weniger als 1 Prozent die 40-Prozent-Hürde als gesetzliche Voraussetzung für einen Wahlsieg im ersten Durchgang. Somit muss Moreno am kommenden 2. April zur Stichwahl gegen Lasso neu antreten.

  
21.02.2017 16:08:44 [Wissensfieber]
Politik abseits von Moral und Gewissen
Die EU ist ein marodes und völlig instabiles Gewerk, weil es eben keinerlei Werte, Moral oder Sachverstand der führenden Institutionen und Politiker in sich trägt. Nein, erstmal fehlt der gute Willen und die ehrlichen Absichten, den Menschen etwas Gutes zu tun. Nicht getrieben von eigenen Reichtums- und Wohlstandszwängen zu sein, den Blick ausschließlich auf die eigene Klique und Kumpanei zu richten oder wie man immer mehr von anderen, meist doch Schwächeren abschöpfen kann. Kaum einer mag doch noch an das stets gepriesene, einheitliche und friedliche Europa zu glauben. Es reicht wenn man nach Frankreich …, oder über die vergangenen Jahre nach Griechenland … , Zypern … , Italien … , Spanien … schaut. An die russische Grenze … und auch in einige Ecken bzw. Brennpunkte in Deutschland.

21.02.2017 15:15:42 [Der Heppenheimer Hiob]
INSA und die Jubelsozis
Über den falschen Freudentaumel der SPD als Folge steigender Umfragewerte: Der Rausch, in dem sich die deutsche Sozialdemokratie seit einigen Tagen befindet, kam aus Erfurt über das Land. Dort hat das Institut für neue soziale Antworten (INSA) seinen Sitz. Jenes Institut, das die Sonntagsfrage neulich so beantwortete: Die SPD überrundet die Union. Geleitet wird dieses Institut übrigens von einem gewissen Hermann Binkert, dem man einen Faible für die AfD, insbesondere für deren thüringischen Landesverband mit Björn Höcke an der Spitze, nachsagt. Laut »Spiegel« erbrachte ein Binkert-Unternehmen Leistungen für den genannten AfD-Landesverband – natürlich gegen Kasse. Außerdem trat Binkert bei der »Huffington Post« wohl mehrfach als Autor von Texten in Erscheinung, die die AfD lobenswert thematisierten.

21.02.2017 14:41:05 [Süddeutsche Zeitung]
Schulz hackt die Agenda 2010 entzwei
Es ist viel vom Schulz-Wunder die Rede, um die gestiegenen SPD-Umfragewerte zu erklären. Aber Zahlen sind trügerisch. Grundsatzprogramme heißen so, weil sie grundsätzlich keiner liest. Das derzeit geltende Grundsatzprogramm der SPD stammt aus dem Jahr 2007 und heißt "Hamburger Programm". Kaum einer kennt dieses Programm. Aber fast jeder kennt die Agenda 2010, die bald 13 Jahre alt wird. Und fast jeder hält diese Agenda für das geltende Grundsatzprogramm der SPD. Bis weit in die Mittelschicht hinein macht diese Agenda Menschen Angst. Diese Angst ist nicht unberechtigt, weil die Agenda 2010 bei Arbeitslosigkeit dazu führen kann, dass man ganz schnell ganz tief fällt, so tief, dass man - auch wenn man viele Jahre lang fleißig gearbeitet hat - auf dem harten Boden einer bescheidenen Grundsicherung aufschlägt. Die Agenda gilt vielen Leuten daher als Rutsche in die Armut.

  
21.02.2017 07:49:25 [N-TV]
Petry trifft russischen Antisemiten
AfD-Chefin Frauke Petry hat in Moskau den Vorsitzenden des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, und den für seine radikalen Ansichten bekannten Rechtspopulisten Wladimir Schirinowski getroffen. "Eine Delegation der AfD hat auf Einladung der Bezirksregierung Moskau Gespräche zur Kooperation mit den Landtagen der Bundesländer geführt", teilte Petry mit. Während dieses Aufenthaltes habe es auch Gespräche mit dem Duma-Vorsitzenden Wolodin, seinem Stellvertreter Pjotr Tolstoj und weiteren Duma-Abgeordneten gegeben. Nach Angaben der Staatsduma nahm an den Gesprächen auch der Vorsitzende der Liberal-Demokratischen Partei Russlands, Wladimir Schirinowski, teil.
 Arbeit, Soziales, Gesellschaft, Bildung (7)
21.02.2017 21:57:51 [Aktuelle Sozialpolitik]
Immer mehr bestimmte Väter mögen zeitweise das Elterngeld
Sozialpolitische Anmerkungen zu einer selektiven Geldleistung. Das sind Botschaften, die das Herz moderner Familienpolitiker höher schlagen lässt: "Väterbeteiligung beim Elterngeld steigt weiter an", so das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 15. Februar 2017. Der können wir entnehmen: »Für mehr als jedes dritte Kind (35,7 %), das im zweiten Quartal 2015 in Deutschland geboren wurde, bezog der Vater Elterngeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich die sogenannte Väterbeteiligung beim Elterngeld damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozentpunkte erhöht.« Die markante Entwicklung nach oben kann man auch an diesem Vergleich ablesen: »Bei den im zweiten Quartal 2008 geborenen Kindern war es bundesweit noch jedes fünfte Kind (20,5 %) gewesen, für das der Vater Elterngeld in Anspruch nahm.«

  
21.02.2017 17:34:39 [ZG Blog]
Die Leidenschaften der Masse
Politischer und journalistischer Mainstream ist nicht nur neoliberaler Pragmatismus und machterhaltende „Realpolitik“ im Sinne des Kapitals, sondern auch die überhebliche Behauptung, dass man ganz genau wissen würde, was die Mehrheit der Bevölkerung so denkt und will. Das wird regelmäßig von ganz rechten bis ganz linken Experten in den Äther gepustet („uns“, „wir“, „die Deutschen“, „die Bevölkerung“). Häufig wird hier eine ganze Nation für eigene Partikularinteressen instrumentalisiert. Dabei ist es im Internet-Zeitalter gar nicht so schwer, ein halbwegs repräsentatives Bild von den Interessen der Masse zu zeichnen. Schauen wir uns doch einmal an, was die Deutschen wirklich lesen, kaufen und konsumieren. Auf einer rein medial-quantitativen Ebene.

  
21.02.2017 17:18:19 [Tagesschau]
Armut in Deutschland: Erst die Arbeit, dann die Tafel
In Deutschland sind immer mehr Menschen arm, obwohl sie arbeiten, meist sind es Teilzeitjobs. In der Statistik werden diese Jobs als Erfolg gefeiert, aber die Tafeln zeigen ein anderes Bild: Dort holen sich immer häufiger Berufstätige Essen. In der Tafel in Cottbus stapeln sich die Kisten mit Obst und Gemüse. Sechs Ehrenamtliche sind damit beschäftigt, die neuen Lebensmittelspenden an die Kunden zu verteilen. Es ist gerade ein etwas anderes, eine eilige Klientel da: Neuerdings gibt es zwei Mal die Woche Öffnungszeiten speziell für Berufstätige. Anke Thümmler ist eine von ihnen. Sie hat zwar seit November eine Arbeit, sogar sozialversicherungspflichtig. Aber die Bürokauffrau hat nur einen Teilzeitjob gefunden, drei Tage die Woche.

21.02.2017 16:12:12 [Neues Deutschland]
Lafontaine: Schulz soll Agenda 2010 jetzt zurücknehmen
Eine Verabschiedung der SPD von der Agenda 2010 ist eine linke Kernforderung für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis. Nun kündigte Schulz an, zumindest Teile des Prekarisierungsprojekts zurückzunehmen. Das freut den LINKE-Politiker Oskar Lafontaine. Jedoch hält er nicht besonders viel von leeren Worten – und forderte den designierten SPD-Kanzlerkandidaten Schulz nun auf, die Agenda 2010 noch vor der Bundestagswahl zurückzunehmen. »Ich freue mich über die Ankündigung. Sie heißt, wir wollen die Agenda 2010 korrigieren«, sagte Lafontaine am Dienstag im Radiosender »mdr«. Schulz solle damit aber nicht warten, sondern die jetzt vorhandene Mehrheit von SPD, Grünen und LINKEN Abgeordneten nutzen. »Man kann vor der Wahl die soziale Lage von Millionen Menschen verbessern.«

  
21.02.2017 14:48:04 [Schnappfischkapitalismus]
No Border, no Nation
Unser Bildungssystem folgt längst dem Wesen der Homöopathie. Die Homöopathie verdünnt bekannter weise eine Substanz so lange, bis zur „atomaren“ Struktur der Ausgangssubstanz. Analog dazu verdünnt unser Bildungssystem die Art von Bildung derart, dass Wissen nur noch in homöopathischer Verdünnung erkennbar ist.

  
21.02.2017 10:25:15 [Arbeitsunrecht in Deutschland]
Unsere klammheimlichen Trump-Fans
Massive Arbeiter-Proteste zwingen den designierten US-Arbeitsminister Andrew Puzder zur Aufgabe. Doch seine asozialen Praktiken als Fast Food-Unternehmer waren in der EU kein Gegenstand der Kritik. Wie heftig kritisieren Politiker und Unternehmer diesseits und jenseits des Atlantiks den neuen bösen US-Präsidenten Trump, wenn er Bürgern muslimischer Staaten die Einreise verbieten will! Bei dem vielen begründeten Gemaule über Trump wird aber eines verdrängt: Trump und seine Leute stehen für eine neue, noch asozialere Unternehmer-Generation. Sie kümmert sich wenig bis gar nicht um Arbeitsrechte, weder national noch international. Das unterscheidet Trumps Clique bei genauerer Betrachtung bislang kaum von Regierungen in Deutschland und in der EU, die vergleichbare Zumutungen und Härten selbst organisieren oder hinnehmen.

21.02.2017 10:20:24 [Gewerkschaftsforum]
IAB Studie: Zu viele Menschen sitzen dauerhaft in Hartz IV fest
Als im Jahr 2005 das Arbeitslosengeld II eingeführt wurde, wurde das mit dem Slogan „Fördern und Fordern“ begleitet. Aus dem Slogan hat sich mittlerweile eine Drohungs- und Strafinstrument entwickelt, wobei das Fordern an erster Stelle liegt und unglaublich viele Menschen in Hartz-IV festsitzen. Die neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt heraus, dass von den 6,2 Millionen Leistungsbeziehern bei der Einführung der Hartz-IV-Gesetzgebung 2005 sich rund eine Million bis Dezember 2014 durchgehend in der Grundsicherung befand. 1,5 Millionen Menschen beendeten den Bezug innerhalb eines Jahres. Innerhalb von fünf Jahren ist dies vier Millionen gelungen.
 Umwelt, Natur, Ökologie, Energie, Oel, Atomkraft, Atomenergie, Klima, Agrarwirtschaft, Gentechnik (3)
  
21.02.2017 22:03:29 [Ausgestrahlt]
Ausstieg – aus den Kosten
Gute, schlechte und absurde Fakten zum Deal zwischen Bundesregierung und Atomkonzernen zu den Atom-Folge-Kosten, zum Verfassungsgerichtsurteil zum Atomgesetz und zum Wegfall der Brennelemente-Steuer. Das Bundesverfassungsgericht hat am 6. Dezember über die Klage von RWE, Eon und Vattenfall gegen die Verkürzung der AKW-Laufzeiten nach Fukushima entschieden. Viele Medien meldeten, die Konzerne hätten Recht bekommen und der Staat müsse ihnen Entschädigung zahlen. Dabei hat das Gericht eindeutig bestätigt, dass die Regierung AKW abschalten darf. Lediglich in „Randbereichen“, nämlich bei zwei AKW, stehe den Betreibern ein geringer Ausgleich zu.

  
21.02.2017 22:01:00 [Eike]
Die versteckten Agenden von Nachhaltigkeits-Illusionen
Absurde, unpraktikable Nachhaltigkeits-Vorschriften sind tatsächlich ein Rezept für Kontrolle durch die Regierung. Nachdem Präsident Trump die Bedeutung der Politik zu Klimawandel und anti-fossiler Energie deutlich heruntergestuft hatte, richten viele Umweltaktivisten die Aufmerksamkeit jetzt auf „nachhaltige Entwicklung“. Genau wie der „gefährliche, vom Menschen verursachte Klimawandel“ reflektiert der Begriff Nachhaltigkeit das geringe Verstehen hinsichtlich grundlegender Prinzipien von Energie, Ökonomie, Ressourcen-Ausbeutung und Produktion – sowie eine Tendenz, Tautologien und theoretische Modelle als eine Alternative zu empfehlen für schon jetzt zu beobachtende Beweise in der realen Welt.

  
21.02.2017 19:54:27 [Infosperber]
Die Natur steckt im Würgegriff der Ignoranten
Tier- und Pflanzenarten schwinden. Derweil brütet der Bund seit vielen Jahren über ein Projekt zur Förderung der Biodiversität. Mit dem Sprichwort «gut Ding will Weile haben» können Tiere und Pflanzen nichts anfangen. Mehr als ein Drittel aller Arten sind in der Schweiz gefährdet. Wenn ihre Lebensräume schwinden wie bis anhin, verschwinden auch sie aus unserem Land. Deshalb bräuchte es einen entschlossenen Einsatz, um seltene Biotope zu erhalten. Ausserdem benötigt die Natur zusätzlich Raum. Doch der Naturschutz läuft seit Jahren auf Sparflamme.
 Meinung, Debatte, Diskussion, Hintergrund, Ansichtssache (14)
21.02.2017 20:08:19 [Egon W. Kreutzer]
Die Antipoden
Zwei Männer bestimmen die Schlagzeilen in den deutschen Medien. Der eine wird in den Himmel gehoben, der andere zur Sau gemacht. Betrachtet man die Lebensgeschichten von Donald Trump und Martin Schulz gibt es da zwar keine wirklichen Übereinstimmungen, aber die dunklen Flecken auf den weißen Westen hinterlassen ein ähnliches Muster und aus größerer Entfernung verschmelzen sie zu einem nahezu identischen Helligkeitswert. Was also steuert die Wahrnehmung und die Wertung? Von Donald Trump heißt es, er habe eine unmögliche Frisur, und man könnte meinen, die Frisur eines Menschen gäbe Aufschluss über seine Zurechnungsfähigkeit. Schaut man genauer hin, hat Donald Trump eine Frisur, die im Grunde völlig normal ist und von jedem anderen so getragen werden könnte, ohne dass man ihn deswegen mit Häme überschütten würde.

  
21.02.2017 20:06:26 [Querdenkende]
Leben im Nebel
Es gab und gibt diese Erkenntnisse, dieses Wissen und Lösungen, damit der Mensch das Leben des anderen nicht nur im Dunst von „nicht riechen können“ leben kann. Dafür ist Offenheit für anderes die erste Prämisse, dafür ist eine auf Verständnis ausgelegte Sprachkommunikation nötig und schließlich aber auch die Erkenntnis, was nützt alles Wissen über Gefahren und deren Abwehr, wenn der Nächste als Mitmensch nicht erkannt wird.

  
21.02.2017 18:30:12 [Denkraum]
Vertiefendes zum psychischen Gesundheitszustand Donald Trumps
Die Kontroversen psychiatrischer Experten über den psychischen Zustand des amerikanischen Präsidenten hinterlassen die Öffentlichkeit ratlos, da sie zu keinen eindeutigen Ergebnissen führen. Der Autor dieses Beitrags ist selbst Psychotherapeut und Psychoanalytiker und erläutert, warum auch Fachleute derart unterschiedlich darüber urteilen, ob es sich bei den psychischen Auffälligkeiten Trumps um krankheitswertige Störungen handelt oder nicht.

21.02.2017 18:29:41 [BüSo-Bürgerrechtsbewegung Solidarität]
Die Realität hinter der Farbenrevolution in Washington
Die amerikanische LaRouche-Bewegung (LPAC) arbeitet an einem Sonderdossier über die Netzwerke um George Soros und ihre de-facto-Verbündeten, die einen Putsch gegen Präsident Donald Trump organisieren wollen. Das Dossier enthält u.a. Hintergründe zum Putsch in der Ukraine vor drei Jahren und soll für die geplanten Demonstrationen zum „Internationalen Tag der Wahrheit“ am 23. Februar verfügbar sein.

21.02.2017 18:28:26 [Barth-Engelbart]
Wenn schon Unteroffiziere die Auflösung der NATO fordern
Nun geistert dieser Brief des Oberfeldwebels i.R an Anne Will in heftigem Klartext durch rechte Portale, Soll man jetzt diesen Brief deshalb verschwinden lassen, totschweigen, ignorieren? Ich meine Nein. Auch dann nicht, wenn der Briefschreiber der Schöpfer eines Internet-Portals namens “Neue christliche Mitte” ist. Der Brief drückt das aus, was eine bisher meist noch schweigende Mehrheit in Deutschland denkt. (Auch eine Mehrheit in der Bundeswehr, was besonders schwer wiegt.). Und das ist schon seit viel mehr als 30 Jahren so.

  
21.02.2017 16:19:12 [Zettels Raum]
Wenn der Mehltau zurück schlägt: Herr Danisch und der MDR
Zum Jahreswechsel machte sich unser Mitautor Noricus in seinem Jahresrückblick ein paar Gedanken dazu, dass 2016 ein Jahr war, in dem der Mehltau nicht nur in Deutschland langsam etwas schwand. Dem ist unbedingt zuzustimmen, und man soll die Hoffnung nicht ablegen, dass auch 2017 ein Jahr sein wird, in dem wir mehr auf den Boden der Tatsachen zurückkehren und die verkrusteten Strukturen weiter aufbrechen. Aber ebenso muss man gerade dann damit rechnen, dass diejenigen, die den Mehltau erst geschaffen haben, die von ihm profitieren und ihn für eine Notwendigkeit halten, kaum tatenlos dabei zusehen werden, wie man ihren Sumpf trocken legt. Oder anders gesagt: Man beisst zurück. Ein solches Beispiel ist dem Blogger Hadmut Danisch diese Woche wiederfahren. Man kann über Hadmut Danisch und seinen Blog sicher sehr unterschiedlicher Meinung sein. Man könnte zurecht anmerken, dass einige Sichten auf die Welt sehr eigenwillig sind. Man könnte auch anmerken, dass einiges von dem, was er tut und veröffentlich etwas querulantenhaftes hat.

21.02.2017 16:10:37 [Helmut Muellers Klartext]
Nicht nur Björn Höcke hat etwas „vergeigt“
Die Zuchtmeister der politischen Korrektheit dürfen frohlocken. Wieder einmal ist es ihnen gelungen einen national gesinnten Patrioten in die Knie zu zwingen. Der gewiß unter Druck stehende Björn Höcke (AfD), der sicher kein Neo-Nazi ist, auch kein Hoch- und Landesverräter wie einige andere Politiker, hat sich nachträglich unnötigerweise entschuldigt. Druck hin oder her: „Freiheit ist das Recht, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.( George Orwell ). Zu der wenig erfreulichen Sache fällt mir ein passendes altes deutsches Sprichwort ein: Fürchten und Zagen hat manchen geschlagen. Aber auch dieses sollte man wissen: Ehre und Gewinn schlafen nicht in demselben Bette. Nicht selten verliert man beides. Keineswegs möchte ich damit über jemanden den Stab brechen. Steht mir auch nicht zu. Wiewohl Höckes mea culpa unter den herrschenden Umständen verständlich ist, politisch war es ein Fehler.

21.02.2017 16:05:19 [Der letzte Biss]
Bullshit-Rhetorik à la Schulz
Ganz Deutschland ist im Schulz-Fieber. Gut, die öffentlich-rechtlichen Medien tragen ihren Teil dazu bei, aber der Hype lässt sich nicht allein dadurch erklären. Große Teile der Wähler fallen geradezu in Trance wegen dieses Kandidaten, der dem Werwohlf bislang nur als Drescher hohler Phrasen und europäischer Zentralist aufgefallen war, und das eben auch noch unangenehm.Jetzt werden erste Konkretisierungen seines „Gerechtigkeit“-Geredes sichtbar: Er möchte wieder ein Stück zur Zeit vor Schröders Agenda 2010, als man hohe Arbeitslosenzahlen noch dem Systemversagen des Kapitalismus anlasten konnte, verbunden mit fantasievollen Bildern von Menschen in unendlichem Elend, weil aus der Arbeitswelt unbarmherzig ausgegrenzt und als minderwertig aussortiert. Das ist aus linker Sicht durchaus nachvollziehbar, und Schulz stellt es dankenswerterweise auch klar.

21.02.2017 16:03:44 [Klapsmühle]
Willkommen im großen Mainstream-Kino
Die heutige Strahlendosis aus der Fake-News-Galaxie ist besonders hoch, ein wahrer GAU. Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich meine die Mainstream-Medien, die sonst gerne den Eindruck erwecken, nachrichtlicher Lug und Trug sei eine exklusive Angelegenheit digitaler Hass-Wüteriche im Internet.

  
21.02.2017 11:51:17 [Querdenkende]
Politik zwischen Selbstgerechtigkeit und enttarnten Wohlstandslügen
Einerseits schafft eine SPD mit ihrem kurzzeitigen euphorischen Hoch des Schulz-Effekts zu punkten, doch die ewiglich bekannte Variante vollmundiger Versprechen in Wahlkampfzeiten den sozialen Anstrich wieder aus der Mottenkiste hervorzukramen, diesmal mit halbherziger Kritik an der Agenda 2010, vermag vielleicht erneut manche beeindrucken, tatsächlich darf man dies aber anzweifeln.

  
21.02.2017 11:50:38 [Polit Platsch Quatsch]
Generation Selbsthass: Wie Europa die amerikanische Demokratie retten muss
Zwischen Hysterie und Kampfgeschrei, zwischen Panik und Entsetzen hat sich die deutsche Medienbranche nach dem Amtsantritt von Donald Trump platziert. Waren "Spiegel", "Stern", "SZ", "Bild", "Zeit", ARD, ZDF und der Rest des sterbenden Gewerbes vorher noch Partei in einem Gefecht gegen die, die drohten, nicht mehr so weiterzumachen wie bisher, haben sich die Leitmedien seit der Inauguration der Inkarnation des aus ihrer Sicht Bösen in Person des blonden Milliardärs entschieden, den Mann im Weißen Haus auf Biegen und Brechen zu bekämpfen. Selbst wenn eines Tages kein Zuschauer mehr die aufrüttelnden Talkshows einschalten und kein Leser mehr die Zeitungen und Magazine mit den warnenden Leitartikeln zur Kenntnis nehmen wird, der Kurs bleibt, weil er richtig ist. Und er ist richtig, weil er wahr ist.

21.02.2017 11:40:14 [DudeWeBlog]
Trumpomanie? Trumpophilie?
Über nichts wird zur Zeit so heiß debattiert und spekuliert wie über die wahren Vorhaben und Hintergründe des frischgewählten VSA-Präsidenten. Daher nachfolgend einige grundlegende Orientierungspunkte.

21.02.2017 10:05:38 [DudeWeBlog]
Raus aus dem Teufelskreis
Lange Jahre habe ich mir Gedanken gemacht über das Elend, das sich die Menschen auf unserem Planeten gegenseitig zumuten. Egal von welcher Seite ich das Thema betrachtete, das Ergebnis meiner Erkenntnis war immer – Schuld am armseligen Leben (auch an meinem), Leid und Elend sind immer die Anderen.

21.02.2017 07:53:45 [Analitik]
Abtritt von der großen Bühne
Die Hausherren des westlichen Globalismus haben global verloren. Sie wurden vor einem Jahr matt gesetzt, danach mussten sie überlegen, wie genau sie abtreten. Die UdSSR beispielsweise ist abgetreten zum Applaus und Demagogie über Freiheit, über die Ablehnung des Autoritarismus und anderer schädlicher Ismen, über die Auflösung des Länderblocks des Warschauer Pakts. Der vorgeschobene Grund war, dass die UdSSR es so gewollt hat, um der Freiheit willen und damit alle selbstständig werden usw. Das muss man sich in Erinnerung holen, um zu verstehen, welcher äußere Tanz die Kapitulation eines gigantischen Staates begleitet, eines Staates mit einem gigantischen Militärblock, vielen Verbündeten, einem riesigen Militärpotential, das ist wichtig.
 Widerstand, Revolution, Unruhen, Protest, Demos, Streiks (1)
  
21.02.2017 14:56:30 [Telepolis]
Mäßige Beteiligung bei Anti-Trump-Protesten
Boykottaufrufe gegen Waren, die mit dem neuen Präsidenten in Verbindung gebracht werden, gehen nach hinten los Beim Women's March demonstrierten am 21. Januar allein in Washington D.C. 500.000 Teilnehmer (vorwiegend) gegen den damals gerade frisch ins Amt eingeführten neuen US-Präsidenten Donald Trump. Einen knappen Monat später, am gestrigen Präsidententag (an dem an den Geburtstag George Washingtons erinnert wird und der in den meisten Teilen der USA ein gesetzlicher Feiertag ist) war die Beteiligung an Protestveranstaltungen in gut zwei Dutzend Städten deutlich geringer. In der Vier-Millionen-Einwohner-Stadt Los Angeles (deren Einzugsgebiet sogar 13 Millionen Menschen bewohnen) nahmen nach Angaben der Veranstalter weniger als 4.400 Personen an einem Marsch auf das Rathaus teil.
 Wissenschaft, Technik, Forschung, Weltraum, Astronomie (1)
  
21.02.2017 13:23:39 [Heise]
Planetologen wollen Pluto wieder zum Planeten machen
Mehr als zehn Jahre nachdem Pluto zum Zwergplaneten herabgestuft wurde, wollen mehrere Forscher ihn wieder zum Planeten machen – und mit ihm mehr als 100 andere Himmelskörper im Sonnensystem. Die Wissenschaftler, zu denen auch der Leiter der Pluto-Mission New Horizons, Alan Stern, gehört, schlagen anlässlich der anstehenden Konferenz "Lunar and Planetary Science" eine neue Definition für Planeten vor. Die stelle die Eigenschaften des Himmelskörpers selbst in den Vordergrund und nicht äußere Gegebenheiten. Außerdem stimme sie mehr mit dem allgemeinen Verständnis von Planeten überein.
 Feuilleton: Kultur, Geschichte, Bücher, TV, Fernsehen, Film, Musik, Spiele (7)
  
21.02.2017 19:52:07 [Deutschlandradio Kultur]
Amy MacDonald: "Under Stars"
Amy Macdonalds neues Werk heißt "Under Stars". Die schottische Songwriterin hat inzwischen über fünf Millionen Alben verkauft. Und ist dabei, wie im Interview mit Deutschlandradio Kultur sicht- bzw. hörbar wird, bescheiden geblieben. Gleich mit ihrem ersten Album 2008 stellte sich der Erfolg für Amy Macdonald ein – aus dem Stand belegte sich Platz eins der UK-Charts. Inzwischen kann sie auf eine knapp zehn Jahre lange Karriere voller Höhen und ohne Tiefen zurückblicken. Ihr neues Album heißt "Under Stars".

  
21.02.2017 18:31:51 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Arte-Themenabend Balkan
Hundert Jahre Krieg und Vertreibung: Arte blickt auf den Zerfall Jugoslawiens und fragt, was aus der Krisenregion wurde, nachdem sich die Weltaufmerksamkeit von ihr abwandte. Vor einem Vierteljahrhundert blickten Europa und die Welt zehn Jahre lang mindestens so intensiv, wie sie heute den Schrecken der Kriege im Nahen Osten folgen, auf den Balkan. Vom serbischen Angriff auf Vukovar 1991 bis zur Einhegung der Kämpfe in Mazedonien durch eine Intervention der Nato 2001 hielten Kriege und „ethnische Säuberungen“ der Region die Welt in Atem. Die Memoiren Bill Clintons, Madeleine Albrights und anderer Handelnder von damals belegen: Was heute der Nahe Osten ist, war gestern der Balkan.

  
21.02.2017 14:49:51 [Spiegel Online]
Gitarrist Larry Coryell gestorben
Als einer der ersten Gitarristen seiner Generation vermischte er Ende der Sechziger Rock- und Jazz-Elemente zu einem neuen Sound: Larry Coryell, der "Godfather of Fusion", ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Wäre Larry Coryell nicht mit Anfang Zwanzig nach New York gezogen, wahrscheinlich wäre vieles anders gekommen. Doch der gebürtige Texaner, der in Seattle aufgewachsen war, Journalismus studiert und in ersten Jazzbands gespielt hatte, wusste wohl, dass der sogenannte Schmelztiegel New York City ein kreativer Katalysator für ihn sein würde. Bereits kurz nach seiner Ankunft im Herbst 1965 spielte er mit seiner eigenen Combo The Free Spirits und nahm erste Platten auf. Beeinflusst hatten ihn Jazz-Revolutionäre wie John Coltrane ebenso wie die Popstars der Ära, die Beatles ebenso wie The Byrds und Bob Dylan. Im Quartett des Drummers Chico Hamilton übernahm er den Gitarrenpart von Gabor Szabo.

  
21.02.2017 11:43:59 [Frankfurter Allgemeine Zeitung]
Solche Medizin trinken wir gern
Die Unentwegten und Rastlosen haben in der Old Crow Medicine Show ihre ständige Vertretung. Das Kollektiv für Bluegrass und Roots-Musik bringt nun eine fabelhafte Werkschau heraus. Dass Musik nur als Untermalung dient, wenn Geschäftsleute durch Getränkeverkauf reich werden wollen, ist keine Erfindung eines österreichischen Energydrink-Herstellers. Das gab es schon im Wilden Westen, es hieß damals „medicine show“. Der zirkushafte Charakter solcher Veranstaltungen hat die amerikanische Popkultur immer wieder inspiriert, vor allem die Folk- und Countrymusik.

  
21.02.2017 07:40:40 [Spiegel Online]
"Irgendwer wird sich immer diskriminiert fühlen"
Denzel Washington hat bei "Fences" zum dritten Mal Regie geführt, sein Film ist für vier Oscars nominiert. Im Interview spricht er über Rassismus, Klassenhass und die Anti-Trump-Proteste. SPIEGEL ONLINE: Mr. Washington, Ihr Film "Fences" spielt in den Fünfzigerjahren in Pittsburgh und erzählt von einer afroamerikanischen Arme-Leute-Familie, in der sich der Vater als Opfer einer rassistischen Gesellschaft begreift. Was verbindet diesen Stoff mit dem Heute? Washington: Dass es Rassismus geben wird, so lange es irgendwo in der Welt Eltern gibt, die ihren Kindern beibringen, dass manche Menschen weniger wert sind als andere. Natürlich findet Diskriminierung heute auf andere Art und an anderen Orten statt als früher.

  
21.02.2017 06:32:11 [Glanz & Elend]
Michael Tomasellos »Naturgeschichte der menschlichen Moral«
Buch: Wenig gnädig blicken Marx und Engels in der »Deutschen Ideologie« auf die hiesige Unfähigkeit zur Geschichtswissenschaft. Am beharrlichen Verkennen der materiellen Bedingungen des Lebens und also der Geschichte zeige sich, »wes Geistes Kind die große historische Weisheit der Deutschen ist, die da, wo ihnen das positive Material ausgeht und wo weder theologischer noch politischer noch literarischer Unsinn verhandelt wird, gar keine Geschichte, sondern die ‚vorgeschichtliche Zeit‘ sich ereignen lassen, ohne uns indes darüber aufzuklären, wie man aus diesem Unsinn der ‚Vorgeschichte‘ in die eigentliche Geschichte kommt – obwohl auf der andern Seite ihre historische Spekulation sich ganz besonders auf diese ‚Vorgeschichte‘ wirft, weil sie da sicher zu sein glaubt vor den Eingriffen des ‚rohen Faktums‘ und zugleich, weil sie hier ihrem spekulierenden Triebe alle Zügel schießen lassen und Hypothesen zu Tausenden erzeugen und umstoßen kann.«

  
21.02.2017 06:28:11 [TAZ]
Buch über die globale Arbeitswelt: Moderne Tagelöhner
Billigjobber in den USA, Angst bei Amazon, Selbstmorde bei France Télécom: Caspar Dohmen schreibt über die Folgen der „Profitgier ohne Grenzen“. Mehr linken Kapitalismus wagen. Für ein menschenwürdiges (Arbeits-)Leben ist das unerlässlich, meint der Wirtschaftsexperte und Journalist Caspar Dohmen – langfristig sogar überlebensnotwendig, um sozialen Frieden zu wahren und politischen Extremismus zu verhindern. In seinem neuen Buch „Profitgier ohne Grenzen. Wenn Arbeit nichts mehr wert ist und Menschenrechte auf der Strecke bleiben“, beschreibt der Autor Entwicklungen auf dem globalen Arbeitsmarkt, analysiert, wie sich ungebändigte Wirtschaftskraft auf Lebensbedingungen auswirkt und wie Politik gegensteuern kann.
 Sport (6)
  
21.02.2017 19:46:19 [Süddeutsche Zeitung]
Fußball in Ägypten: Willkürliche Urteile gegen die Ultras
Elf ägyptische Fans sollen sterben - doch warum? Fünf Jahre nach der Katastrophe von Port Said sind die Hintergründe nicht ansatzweise geklärt. Die Verlockung, Sport für politische Ziele zu nutzen, ist groß. Auch demokratisch Gewählte lassen sich mit verschwitzten Helden in Umkleidekabinen fotografieren, und noch stärker instrumentalisieren oft jene den Sport, deren Legitimität sich nicht wirklich aus dem Willen der Bürger speist. Damit der Glanz sportlicher Erfolge die Schattenseiten ihrer Herrschaft überstrahlt, betreiben sie Kaderschmieden und staatliche Dopingprogramme. Wenn Angela Merkel neben halbnackten Spielern steht, darf man das lächerlich finden. Wenn betrogen und die Gesundheit von Sportlern gefährdet wird, ist das weniger zum Lachen.

  
21.02.2017 16:16:48 [Süddeutsche Zeitung]
Champions League: Guardiolas Spiel mit der Angst
Fußball: Pep Guardiola steht beim Champions-League-Spiel gegen AS Monaco an diesem Dienstagabend vor einem entscheidenden Moment seiner Trainer-Karriere in England. Man mag es kaum glauben, aber in Wahrheit ist der Fußballtrainer Josep Guardiola i Sala ein zutiefst verängstigter Mensch. Seine Sorgen kreisen oft um sportliche Dinge, um Unwägbarkeiten des Spiels und manchmal, da trieb ihn auch schon die Vorbereitung auf den linken Verteidiger von Darmstadt 98 schier in den Wahnsinn. Geht er gerne links vorbei? In welchem Winkel senken sich seine Bananenflanken? Und, wenn ja, welche Schuhgröße hat der Mann? Guardiola ist gerne gut vorbereitet, ihm entgeht nichts - aber dummerweise birgt der Fußball viel Überraschungspotenzial.

  
21.02.2017 11:41:54 [Racingblog]
Buchkritik: Total Competition
Es gibt viele Bücher über die Formel Eins, aber kaum eines darüber, wie es hinter den Kulissen zugeht. „Total Competition“ beleuchtet dies, aber auch andere Aspekte. Für die meisten Fans besteht die Formel Eins nur aus den Rennwochenenden. Ein paar Stunden Training, knapp zwei Stunden Rennen, und das alle 14 Tage. Aber die Formel Eins ist weit komplexer als das. Wir versuchen das hier immer mal wieder zu beleuchten, indem wir technische Details oder die Rennstrategien analysieren. Doch das System Formel Eins ist noch komplexer. Zum einen werden die Teams wie Unternehmen geführt und auch wenn viele Rennställe auf die Ressourcen eines Herstellers zurückgreifen können – am Ende bleibt es ein Unternehmen, das irgendwie ein paar Dollar Gewinn machen muss.

  
21.02.2017 07:38:49 [Schwatzgelb - Das Fanzine]
Was ist bloß aus Dir geworden, Freddie Röckenhaus?
Fußball: Es war einmal ein Journalist aus Dortmund, der etwas sehr, sehr Wichtiges für Borussia Dortmund gemacht hat. Er hat in bester Manier recherchiert, mit verschiedenen Leuten gesprochen, nachgehakt und am Ende stand eine Story über den wahren finanziellen Zustand des BVB. Seine Artikel brachten die Wahrheit ans Licht, letztendlich Niebaum und Meier zu Fall und Borussia Dortmund zu einer Chance auf den Neustart. Weil er sauber und gewissenhaft gearbeitet hat. Irgendwann stach er allerdings mehr mit wirklich tollen TV-Sendungen, die alle möglichen Orte Deutschlands von oben zeigten, hervor, denn durch wirklich gute und wichtige Schreibarbeiten rund um den Verein.

  
21.02.2017 06:25:42 [Neues Deutschland]
Betreutes Spielen
Für die junge Leverkusener Mannschaft wird es schwer, gegen Atlético Madrid zu bestehen. Endlich mal wieder was für die Ewigkeit: Nein, kein Titel - den letzten gewann Bayer Leverkusen vor 24 Jahren im DFB-Pokal. Aber am vergangenen Wochenende hat sich der Werksklub immerhin einen denkwürdigen Eintrag in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs gesichert. Beim Sieg in Augsburg schoss Karim Bellarabi das 50.000. Tor in der Geschichte der Bundesliga. Sein schwarzes Trikot kommt sogar ins Deutsche Fußballmuseum.

  
21.02.2017 06:23:35 [Frankfurter Rundschau]
Borussia Dortmund: Hass und Verrohung
Auf der Südtribüne von Borussia Dortmund haben Ultras die Regie übernommen. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke will nicht leugnen, lenkt aber vom Thema ab. Vielleicht kann man mit einem Gedankenspiel in dieses verfluchte Match einigermaßen reinkommen. Also: Was wäre passiert, wenn – ja, wenn der Schiedsrichter das Spiel nicht angepfiffen hätte? Nicht dieses Spiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig am 4. Februar 2017, vor 81 500 Menschen, vor allem aber mit Blick auf mehrere menschenverachtende Transparente auf der Dortmunder Südtribüne. Wie konnte da ein Schiedsrichter noch ein Unparteiischer sein?
 Satire, Kolumne, Glosse, Humor, Kabarett (2)
  
21.02.2017 18:46:25 [Der Postillon]
SPD läutet traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen ein
(Satire): Es ist wieder so weit: Die Führungsspitze der SPD hat heute Morgen bei einem Treffen im Willy-Brandt-Haus in Berlin den Beginn des traditionellen linken Halbjahres vor den nächsten Bundestagswahlen eingeläutet. In dieser Zeit ist das Spitzenpersonal darum bemüht, die SPD wie eine Partei wirken zu lassen, die Politik für Arbeiter und Geringverdiener macht.

  
21.02.2017 14:44:58 [Der Postillon]
Heimlich eingespart: Leibniz Butterkeks nur noch mit 51 Zähnen
(Satire): Diese Sparmaßnahme dürfte Fans des klassischen Leibniz-Butterkekses gar nicht schmecken: Das Kult-Gebäck steht nämlich bereits seit Jahresbeginn mit einem "Zahn" weniger im Süßigkeitenregal – zum selben Preis. Die Änderung soll dem Hersteller Bahlsen jedes Jahr 1,7 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen. Doch nun laufen erste Kunden Sturm. Die Verbraucherzentrale Hamburg spricht vom "Fake des Jahrhunderts".
 Regeln
Hier veröffentlichte Artikel dürfen Grundgesetz, Völkerfrieden und Religionsfreiheit nicht in Frage stellen oder diesen zuwiderlaufen.

Die Verantwortung für Inhalte verlinkter Publizierungen liegt ausschließlich bei den jeweiligen Medienanbietern.

Impressum
 Netz


Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

Goldcharts

Silbercharts

DAX



Kursanbieter: L&S RT, RTFX Forex Trading